Die Abordnungen der Studentenverbindungen wurden von OB Heiner Bernhard im Großen Ratssaal begrüßt. Foto: Kreutzer

Die Abordnungen der Studentenverbindungen wurden von OB Heiner Bernhard im Großen Ratssaal begrüßt. Foto: Kreutzer

Weinheim. (keke) Welche Stadt kann schon von sich behaupten, fast 10.000 ehrenamtliche Botschafter in aller Welt zu haben, die noch dazu überall von sich behaupten: „Ich bin ein Woinemer“? Für Dr. Marcel Hattendorf, den Vorsitzenden des Weinheimer Verbandes Alter Corpsstudenten (WVAC) und des Weinheimer Senioren Convents (WSC), steht zudem außer Frage: Die Zweiburgenstadt ist auch in Sachen Gastfreundschaft „spitze“. Was auch gestern zum Auftakt der traditionellen viertägigen Weinheimtagung von WVAC und WSC einmal mehr spür- und erlebbar war.

Festlich beflaggt zeigte sich das Rathaus beim offiziellen „Willkommensempfang“ durch die Verwaltungsspitze, Fahnen in allen Couleurs wehten bei herrlichstem Sonnenschein an den Studentenlokalen rund um den Marktplatz.

Stolz ihre Farben präsentierende Corpsangehörige und Bürger im gegenseitigen angeregten Plausch und Gedankenaustausch rundeten das friedliche Bild ab. „Mannheim hat seinen Katholikentag, wir haben unsere Studenten“, machte der ein oder andere Weinheimer aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Während unten am Marktplatz ein Platzkonzert den rund 50 verschiedenen Studentenverbindungen einen herzlichen Empfang bereitete, begrüßte Oberbürgermeister Heiner Bernhard oben im Großen Ratssaal die offiziellen Abordnungen mit Dr. Marcel Hattendorf, Dr. Christoph Esser vom Wachenbergausschuss sowie Jan Aurich als Erstem Vorortsprecher des „Sächsischen SC“ an der Spitze. In einer umfassenden „Tour d’Horizon“ machte Bernhard dabei die Vertreter der Corps auf die seit der letzten Weinheimtagung sichtbar gewordenen Veränderungen in der Stadt aufmerksam. Ob Neubezug der Schlossbergterrasse vor allem durch ältere Mitbürger, Verschönerungsarbeiten in der Hauptstraße, geplanter Zentraler Omnibusbahnhof oder zweigleisiger Ausbau der OEG-Strecke nach Schriesheim: „Die Stadt holt nicht nur beim Thema Infrastruktur Zug um Zug auf“.

Darüber hinaus beschreite die Zweiburgenstadt neue Wege der demokratischen Kultur, verwies Bernhard auf aktuelle Themen wie Bürgerbeteiligung, Bürgerengagement, Einbindung, Transparenz und Kommunikation, die heute eine andere Bedeutung erhalten hätten wie noch vor wenigen Jahren: „Der Anspruch der Menschen auf Mitbestimmung bei den Entwicklungen ihrer Stadt ist deutlich gewachsen.“

Gleichzeitig befinde sich Weinheim in einem „spannenden und sehr erfolgreichen Moderationsprozess“, in dem die Schulentwicklung und der daraus resultierende Schulraumbedarf der nächsten Jahre geklärt werden soll, so Bernhard weiter. In diesem Zusammenhang erfahre man gerade, welch positive Dynamik entstehen könne, wenn Menschen ihre Ideen und Ressourcen in einer gemeinsamen „Cloud“ sammelten.

Wer noch mehr Aktuelles über Weinheim erfahren wolle, könne dies auf der Internetseite der Stadt unter www.weinheim.de tun, lautete ein weiterer „heißer“ Tipp des OB: „Werden Sie, wie dies schon jetzt fast 5.000 Menschen sind, Weinheim-Fan auf Facebook“. Darüber hinaus könne man sich kostenfrei die brandneue „Weinheim-App“ aufs Smartphone herunterladen. „Auch dort ist die Zweiburgenstadt bestens vertreten“.

Quelle: Neckar Rhein Zeitung