Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte am 24. 06.2009 ein Interview mit der Cutterin und Regisseurin Cho Sung-hyung. Frau Sung-hyung hielt u.a. folgendes fest:

Frankfurter Rundschau:  „Also findet der Kampf der Kulturen gar nicht statt?“

Frau Sung-hyung: „Nicht in Wacken. In Deutschland schon. Ich habe in Marburg studiert, dort habe ich mich täglich als Ausländerin gefühlt. Auf unserer Etage im Studentenwohnheim gab es außer mir noch einen Afrikaner. Die Gelbe und der Schwarze wurden fast ein halbes Jahr lang nicht gegrüßt, nicht zum Etagenessen eingeladen. Vielleicht haben sie gedacht, weil wir die Sprache nicht beherrschten, wären wir leicht beschränkt.“

Frankfurter Rundschau „In der linken Universitätsstadt Marburg?“

Frau Sung-hyung: „Ich bitte Sie, links heißt noch nicht automatisch tolerant und weltoffen. Und rechts nicht ausländerfeindlich. Einmal wurde ich zu einem Fest“ … „eingeladen. Die Corpsstudenten waren nett und haben mir sogar noch ein Fahrrad geschenkt, damit ich nach Hause radeln konnte. Damals habe ich gelernt, solche Fraktionen und Gruppen differenzierter zu sehen und mich nicht von einem Image blenden zu lassen.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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