Ein Journalist des Gießener Anzeigers mit dem Kürzel msh veröffentlichte folgenden Artikel über die Spende des Corps Starkenburgia an den Lehrstuhl von Prof. Wolf-Dietrich Walker:

Zeigen stolz den symbolischen Spendenscheck: Florian Kempff, Prof. Wolf-Dietrich Walker, Hans-Henning Pohlenz und Dr. Mathias Hofmann (von links). Foto: Schroth

Zeigen stolz den symbolischen Spendenscheck: Florian Kempff, Prof. Wolf-Dietrich Walker, Hans-Henning Pohlenz und Dr. Mathias Hofmann (von links). Foto: Schroth

GIESSEN – (msh). Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges sollte es bis 1965 dauern, bis die international renommierte juristische Fakultät der Justus-Liebig-Universität (JLU) wiedereröffnet wurde. Zum 50. Jubiläum spendete die Starkenburger Stiftung nun dem Arbeitsrechtlichen Praktikerseminar einen Betrag von 5000 Euro. Bei der Spendenübergabe auf dem Campus Rechtswissenschaft überreichten Hans-Henning Pohlenz, Dr. Mathias Hofmann und Florian Kempff einen Scheck an Prof. Wolf-Dietrich Walker.

Der Inhaber der Professur für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht dankte der Stiftung für das „unerwartete Weihnachtsgeschenk“. Denn seiner Aussage nach sei die Einwerbung von Drittmitteln in der Jurisprudenz deutlich schwieriger als etwa in den naturwissenschaftlichen Fächern. „Das ist die höchste Spende, die wir hier bisher bekommen haben“, freute er sich und kündigte an, dass das Geld für verschiedene Dinge eingesetzt werden solle. „Es wird aber letztlich den Studierenden zugutekommen“, versprach er.

Stiftungsvorsitzender Pohlenz zeigte sich über die Wahl des Spendenempfängers sehr glücklich. „Viele von uns haben hier in Gießen Jura studiert und nun möchten wir mit der Spende unsere alte Fakultät würdigen“, erklärte er. Vor allem aber das 50-jährige Bestehen der Fakultät habe die Stiftungsmitglieder zu der Spende veranlasst. Darüber hinaus habe das Corps Starkenburgia in seiner fast 190-jährigen Geschichte schon zahlreiche berühmte Rechtswissenschaftler hervorgebracht, die in der Lahnstadt studierten und lehrten. So war etwa Prof. Eduard Bötticher in den 1920er Jahren einer der Mitbegründer der Arbeitsrechtlichen Lehre an der Universität Gießen.

Die 2003 von Mitgliedern der 1826 gegründeten Gießener Studentenverbindung „Corps Starkenburgia“ errichtete gemeinnützige Stiftung verfolge Pohlenz‘ Aussage nach den Zweck, „sich für die Förderung der Studierendenhilfe sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung an der Universität Gießen einzusetzen“.

Quelle: Gießener Anzeiger