In der Zeitschrift „POMMERN“ veröffentlichte der Autor Christian Anders in der Ausgabe 4/2009 folgenden Artikel:

Enge Verbundenheit zur Hochschule – Aufzug der Chargierten beim Rektoratswechsel 1928. Archiv des Corps Marchia.

Enge Verbundenheit zur Hochschule – Aufzug der Chargierten beim Rektoratswechsel 1928. Archiv des Corps Marchia.

Wenn die Welt unterginge, so Reichskanzler Bismarck dereinst, dann wolle er nach Mecklenburg emigrieren. Dort passiere schließlich alles fünfzig Jahre später. Man könnte meinen, der Ausspruch des Eisernen Kanzlers gilt nicht minder für Vorpommern und seine kurzzeitige Heimat Greifswald. Hier erweckt der historische Charme bunten Studentencouleurs und beflaggter Verbindungshäuser bei vielen Touristen noch heute den Eindruck einer Zeitreise. Wie aber konnten diese verbindungsstudentischen Strukturen und Traditionen die Irrungen zweier Weltkriege und totalitärer Systeme scheinbar unbeschadet überstehen?

Greifswald blickt auf eine längere verbindungsstudentische Geschichte zurück. Als frühe Verbindungen können schon die studentischen Zusammenschlüsse zu schwedischen und deutschen Genossenschaften gelten.(1) Als das älteste Greifswalder Studentencorps wurde am 5. November 1810 das Corps Pomerania gegründet.

Ein Bild der durchaus rauen studentischen Sitten des frühen 19. Jahrhunderts geben uns die erhaltenen Statuten dieses Corps. Zweck einer Mitgliedschaft war neben der Behauptung der Freiheit und der Aufrechterhaltung gegen andere akademische Verbindungen die Beförderung der guten Sitten. Mitglied konnten nur „brave und ehrliche Männer“ werden.(2) Die Korpsliste des Kösener Senioren Conventsverbandes (KSCV) berichtet von mehreren Mitgliedern der frühen Jahre, die sich jedoch nicht ausschließlich aus „Schwedisch-Pommern“, sondern auch aus dem preußischen Teil Pommerns und sogar aus Mecklenburg rekrutierten.(3) Als Indiz eines dennoch starken schwedischen Wesenszuges kann die kurzzeitige Abspaltung der Sueco-Pomerania von der Pomerania am 25. März 1813 gewertet werden.

1815 ging Schwedisch-Pommern mit dem Wiener Kongress in preußischen Besitz über. Nur ein Jahr später gründete sich die Nova-Pomerania, ebenfalls als Abspaltung der Pomerania. Ihr Name kann leicht missverstanden werden. Er bezieht sich auf die noch lange gebräuchliche Bezeichnung „Neu-Vorpommern“ für den neu erworbenen preußischen Teil Pommerns. Die Nova-Pomerania wurde am 30. Dezember 1817 aufgelöst und war wohl nicht mehr als „ein letztes Aufflackern landsmannschaftlich schwedischen Sonderbewusstseins. (4)

Trotz des ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Greifswald erstarkenden burschenschaftlichen Gedankens und der aus den Karlsbader Beschlüssen resultierenden Verfolgung wurde der Fortbestand der Pomerania, zumindest für die Zeit bis 1935, nicht von größeren Problemen begleitet.(5)

Neben der skizzierten Entstehungsphase der Pomerania sind insbesondere die Verknüpfungen und Berührungspunkte der Corps in Greifswald untereinander interessant: Als zweitältestes Grypser Corps wurde, mit Unterstützung der Pomerania, am 9. Juli 1837 die Guestphalia (später Guestfalia) gegründet. Den bei vielen älteren Kösener Corps existenten landsmannschaftlichen Charakter unterstrichen sowohl ihr Name als auch die grün-weiß-scharzen Farben. Ihre Mitglieder waren zunächst fast ausschließlich gebürtige Westfalen.(6) Eine unbekümmerte Existenz war dem Bund in der Anfangszeit jedoch nicht beschieden. Die zahlreichen Verbindungen zu auswärtigen Corps verhinderten das Erlöschen des Bundes. So genannte „Stützungsburschen“ befreundeter Corps hielten die Idee der Guestfalia am Leben.

Das Corps Borussia wurde am 3. August 1841 – als drittes Greifswalder Corps im KSCV, in der Hauptsache als Abzweigung des älteren Corps Guestphalia, gegründet.

Die Greifswalder Preußen setzten sich zu großen Teilen aus „Söhnen der Stadt Gryps“ zusammen. Eine ältere plattdeutsche Chronik berichtet von dem Corps als von einer alten „swart-witten Kalür“ mit Namen Borussia, deren Mitglieder von Studenten und Bürgern im Triumph durch die Straßen getragen wurden.

Gleichermaßen ist jedoch von ernsten Jahren der Revolution die Rede, die sogar zu Zwistigkeiten und Spaltungen innerhalb des hiesigen Senioren-Convents, einer Art demokratischen Delegation aller Vorstände der jeweiligen Corps, führten. Beigelegt wurden diese Streitigkeiten erst nach der bereits erwähnten Neugründung der Guestfalia durch die Borussia.

Was nun folgte, war jedoch keine Harmonisierung, sondern Schwierigkeiten ganz anderer Natur: Einerseits kam es mit dem Ausbau des Schienenverkehrs und anderer Verkehrsmittel spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer „Flucht in den Süden“. Gerade jüngere Semester aus dem norddeutschen Raum kamen dem Ruf süddeutscher Universitäten nach. Die Folge waren personelle Engpässe bei den hiesigen Corps. Des Weiteren resultierte aus dem historischen Beispiel der 1815 gegründeten Urburschenschaft die Bildung landsmannschaftlicher Burschenschaften, die den verbindungsstudentischen Alleinvertretungsanspruch des Greifswalder Senioren-Conventes zu unterminieren drohten.

Schon 1846 hatte sich eine Greifswalder Burschenschaft Alemannia gebildet. Diese musste sich jedoch alsbald aufgrund politischer Schwierigkeiten auflösen. Im Wintersemester 1854/55 wurde ein „Französisches Kränzchen“ gegründet, das sich später in einen wissenschaftlichen Verein umwandelte. Aus diesem wiederum entstand kurze Zeit später die Rugia mit ihren Farben rot-weiß-grün. Nach dem 400. Universitätsjubiläum im Jahre 1856, an dem auch viele ältere Burschenschafter teilnahmen, traten diese aufgrund ähnlicher Anschauungen enger an die Rugia heran. Am 5. Juni 1856 wurde die Rugia eine Burschenschaft. In ihr kam es jedoch 1862 zu einer Spaltung. Mehrere Mitglieder, unter ihnen alle Chargierten, also der Vorstand des Bundes, traten aus der Rugia aus und gründeten die Burschenschaft Germania. Deren Farben waren – an das Lützow’sche Freikorps angelehnt – schwarz-rot-gold. Noch heute sind diese an dem alten Haus der Germania in der Greifswalder Arndtstraße 9 zu sehen.(7) Die Rugia, wie auch die Germania pflegten später ein Pauk- und Grußverhältnis untereinander sowie mit dem Corps Marchia, das aus einem akademisch-medizinischen Verein mit unbedingter Satisfaktion hervorging.(8)

Zu den Burschenschaften und den Corps gesellte sich ab 1869 die Landsmannschaft Silesia. Diese hatte zunächst keinen Paukzwang, sondern diente in der Hauptsache der Schaffung und Erhaltung eines freundschaftlichen Verkehrs der in Greifswald studierenden Schlesier. Die starke Betonung landsmannschaftlichen Zugehörigkeitsgefühls wurde 1883 teils durchbrochen und 1887 ganz aufgehoben. Der zwanglose Vereinscharakter der ersten Jahre nahm hier alsbald verbindlichere Formen an. Man förderte, zunächst ohne eigene Waffen, den Mensurbetrieb und entwickelte sich zu einer schwarzen studentischen Verbindung, zunächst also ohne Farben.(9)

Schon vor der Gründung des Zweiten Deutschen Reiches hatte sich in Greifswald also eine heterogene Verbindungslandschaft gebildet. Doch die Blütezeit stand den Korporationen jetzt erst bevor. Als einziges Kösener Corps in Gryps konstituierte sich die Baltia erst nach Gründung des Kaiserreiches, nämlich am 5. Juni 1878. Seine Farben waren rot-silber-hellblau. Von den Greifswalder Corps ist, wie bereits angedeutet, allgemein nicht bekannt, dass sie je besonders mitgliederstark gewesen wären. Für die Baltia gestaltete sich die schwache Aktivenzahl jedoch am problematischsten.(10) Nach ersten Suspensionen folgte am 31. Oktober 1889 die endgültige Auflösung. Für einen größeren Teil der Greifswalder Corps stellte sich gerade die Aktivensituation im ausgehenden 19. Jahrhundert sehr dramatisch dar.

Etwas weniger problematisch, wenngleich durchaus empfindlichen Schwankungen unterworfen, war die Situation der Turnerschaften. Aus der Bewegung um den Initiator der deutschen Turnbewegung, Friedrich Ludwig Jahn, hervorgegangen, zählten sie zu den stärksten Bünden in Greifswald. Ihre Mitglieder setzten sich zumeist aus dem Kleinbürgertum zusammen. In dieser frühen Zeit des Kaiserreiches erfolgten Gründungen neuer Turnerschaften zumeist aus entsprechenden Vorgängerkorporationen – zunächst entwickelten sich drei Turnerschaften in Greifswald. Die Turnerschaft Teutonia ging aus dem Akademischen Turnverein (A.T.V.) zu Greifswald hervor. Im Wintersemester 1885 hatte der Bund 37 aktive und inaktive Mitglieder. Unter der Ausgründung Franconia entstand am 6. Juni 1885 der A.T.V. Cimbria, der ab dem Sommersemester 1887 begann, Bestimmungsmensuren zu fechten.(11)

Neben den Teutonen und den Cimbern existierte noch eine weitere Turnerschaft: die Markomannia. Deren Vorläufer, der Pharmazeutische Verein, gründete sich am 18. Juli 1868. Die Markomannen gaben sich später die Farben hellblau-silber-dunkelgrün und führten im Sommersemester 1888 die Bestimmungsmensur ein. Erst im Jahre 1901 nahm die Markomannia, dem Beispiel ihrer Kartellverbindung folgend, die Bezeichnung „Turnerschaft“ an. Neben dem bereits genannten Vorläufer des späteren Corps Marchia, dem Akademisch-Medizinischen Verein, existierten viele weitere wissenschaftliche Vereine in Greifswald. Sie waren zumeist nicht farbentragend und dienten dem Zweck der gemeinsamen Pflege des Fachwissens und der Freundschaft. Der älteste dieser Vereine, der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Verein, gründete sich 1858, nannte sich ab 1921 Verbindung und fügte 1923 den „werbewirksamen“ Namenszusatz Vandalia hinzu.(12) Wie bereits angedeutet, sind die Jahre der Kaiserzeit offenkundig zu der Blütezeit der Greifswalder Verbindungen zu zählen. Von den 30 existenten studentischen Verbindungen und Vereinen des Jahres 1886 konstituierte sich ein Großteil, nämlich zwei Drittel, erst nach Gründung des Reiches. Die meisten von ihnen gaben unbedingte Satisfaktion. Die Hälfte der Verbindungen und Vereine, führten Farben. Die Unterschiede zwischen den vom Kleinbürgertum dominierten Turnerschaften und den feudaleren Corps wird deutlich am Beispiel des Corps Pomerania.

Aufstieg in der Bierhierarchie – Karzeraufenthalte schreckten kaum. Archiv des Corps Marchia.

Aufstieg in der Bierhierarchie – Karzeraufenthalte schreckten kaum. Archiv des Corps Marchia.

Wie bereits angeklungen, galt die Pomerania als der vornehmste der genannten Greifswalder Bünde. Seinen Mitgliedern musste im Jahre 1911 zumindest ein Monatswechsel von mindestens 600 Mark zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Das Gehalt des Universitätsrichters betrug 1.000 Mark. Pomerania galt jedoch nicht nur als das feudalste, sondern auch als einflussreichstes Corps im beschaulichen Gryps. Sogar das Amt des Universitätsrichters wurde mit Dr. Konrad Gesterding von einem Alten Herrn der Pomerania bekleidet. Der Universitätsrichter, in studentischen Kreisen auch Bierrichter genannt, zeigte für das verbindungsstudentische Treiben an seiner Universität denn auch das vollste Verständnis. Gerhard Kowalewski, von 1901 bis 1904 Professor für Mathematik, schildert Gesterding wie folgt: „Wenn der Polizeidirektor und Universitätsrichter bei irgendeiner Korporation eingeladen war und man in später Nacht nach Hause ging, konnten in seiner Anwesenheit die Studenten ungehindert Laternen ausdrehen. Wenn Schutzleute in die Nähe kamen, um einzuschreiten, traten sie unter dem Ruf „Hei is et sülwst“ (Er ist es selbst) sofort den Rückzug an.“(13) Der eigentlich verbotene akademische Fechtbetrieb konnte in Gesterdings Amtszeit (1881–1912) problemlos ausgetragen werden. Heinrich Diedler vom Corps Marchia schreibt dazu: „Die Mensuren spielten sich ziemlich öffentlich ab, u. a. in der Klosterruine Eldena. Wer zuschauen wollte, wurde nicht behindert: der Postbote, das Dienstmädchen mit Haube und Korb und auch einige Bürgerexperten, die zuweilen unüberhörbare Kommentare abgaben .“(14)

Akademisches Fechten als studentischer Alltag – Momentaufnahmen nach einer Mensur des Corps Marchia in den 1920er Jahren. Archiv des Corps Marchia.

Akademisches Fechten als studentischer Alltag – Momentaufnahmen nach einer Mensur des Corps Marchia in den 1920er Jahren. Archiv des Corps Marchia.

Oft kündigte Gesterding in seinen Festkommersreden auf den Häusern der Korporationen langevorheran, welche Mensurlokale im nächsten Semester überprüft würden. Wo es zu gelegentlichen Aushebelungsversuchen seitens der Polizei kam, geschah dies zumeist nicht ohne kurze vorherige Ankündigung. Gefochten wurde viel und Mensuren gehörten zum studentischen Alltag: „Wir Älteren hatten fast regelmäßig gegen Pomerania und andere Grypser Corps PP auszutragen, wobei bekanntlich statt der üblichen sechs immer acht Hiebe verlangt wurden und die abgekürzte Zählung von 7,5 Minuten unterblieb. Aufregender waren aber die auswärtigen PP, bei denen jeder CC seine besten Fechter herausstellte.“(15)

Friedrich Hasse zählt für sein Corps Borussia in den Jahren von 1862 bis 1925 gegen auswärtige Corps 94 Partien Pro Patria Suite (PP), einer verschärften Form der Mensur. Solchen Fechtfolgen, bei denen üblicherweise die jeweiligen drei Chargierten gegeneinander fochten, waren zumeist Beleidigung des einen gegenüber dem anderen Corps vorangegangen.

Der Gymnasialdirektor Steinhausen beklagte in einem an Gesterding gerichteten Brief, dass die „bevorstehenden Mensuren Tage vorher ganz allgemein bekannt“ seien. Problematisch gestaltete sich dabei, dass seine Schüler nicht nur Stunde und Lokalität der Mensuren wüssten, sondern darüber hinaus „zugelassen ja selbst verblümt oder unverblümt aufgefordert“ würden, zuzuschauen.(16) Solchen Einwänden entgegnete Gesterding, dass die Zahl der Mensuren in seiner Amtszeit durchaus nicht zugenommen habe. Die Pedellen und Exekutionsbeamten der Polizei wären im Gegenteil sogar angewiesen, den Fechtbetrieb der Studenten zu inhibieren. Eindämmungsversuche blieben jedoch relativ erfolglos, da sich die „Studentenpaukerei“ als Folge auf die Dörfer oder in die Wälder verlagerte. „So haben denn in der Tat mitten im heißen Sommer wiederholt auf der Chaussee zwischen Eldena und Wolgast Mensuren stattgefunden.“(17)

Mit der Begründung, dass bei bedenklichen Verletzungen „in der Stadt die Hilfe des ärztlichen Fachmannes leichter und schneller zu erlangen sei“, konnte Gesterding die später wieder verstärkt in Gryps stattfindenden Mensuren halbwegs gegenüber kritischen Einwänden legitimieren. Die Verbundenheit zwischen den Korporationen und der Grypser Alma Mater waren eng. Darüber hinaus fehlten jedoch auch wirksame Sanktionsmittel. Dank der eigenen Universitätsgerichtsbarkeit hatte man zwar ein eigenes Studentengefängnis, den Karzer. Dieser diente jedoch schon lange nicht mehr als Abschreckungsmittel. Trophäenähnlich zieren die Konterfeis der jeweiligen Delinquenten, zumeist mit zugehörigem Zirkel ihrer Verbindung, noch heute seine Wände. Für jüngere Aktive war vor allem die Möglichkeit des vom Bierkomment verbrieften mögliche Aufstieges in der sogenannten „Bierhierarchie“ interessant: Ein Tag Karzer zählte üblicherweise soviel, wie ein Aktivensemester.

Einzig in Pommern gab es in den Jahren zwischen 1914 und 1918 einen regelmäßigen Mensurbetrieb der schlagenden Verbindungen.(18) Diese einzigartige Greifswalder Idylle soll jedoch nicht über die Zäsur hinwegtäuschen, die der Erste Weltkrieg zweifelsohne für die hiesigen Korporationen darstellte. Zumeist eilten Aktive und Inaktive aber auch kampffähige Alte Herren der unterschiedlichsten Verbindungen und Vereine geschlossen zu den Fahnen.(19) Der Greifswalder Cimber Otto Egner berichtet über den Nachmittag des 31. Juli 1914: „Während wir noch durch harmlose Scherze uns von dem Ernst der Zeit auf einige Stunden zu befreien suchten, teilte uns plötzlich der Wirt mit, soeben sei die Mobilmachung ergangen. Die Mützen der Aktiven flogen vom Kopfe und stehend sangen alle Anwesenden in glühender patriotischer Begeisterung: Deutschland, Deutschland über alles’ …“  (20)

Ungewöhnliche Koalitionen – Grypser Preußen und Cimbern verteidigten das Greifswalder Was¬serwerk. Archiv der Turnerschaft Cimbria.

Ungewöhnliche Koalitionen – Grypser Preußen und Cimbern verteidigten das Greifswalder Was¬serwerk. Archiv der Turnerschaft Cimbria.

Für viele Korporationen folgte ein schwerer Opfergang. In der Chronik der Burschenschaft Germania ist von 25 Bundesbrüdern die Rede, die auf den Schlachtfeldern Mitteleuropas ihr Leben ließen. Die Sängerschaft Guilelmia hatte 29 Gefallene zu beklagen und der Verein Deutscher Studenten verlor gar 59 Mitglieder. Für diejenigen Korporierten, die nach dem Weltenbrand, zumeist hoch dekoriert, nach Greifswald zurückkehrten, hatte sich das Leben nach den Erfahrungen in den Schützengräben gewandelt. Der eben noch währenden Illusion eines zwar bitter erkauften, aber letztlich doch siegreichen Friedens stand ab dem 11. November 1918 die Realität eines geschlagenen, politisch gespaltenen und am Boden liegenden Deutschlands gegenüber. Diesen Schwierigkeiten historischen Ausmaßes begegneten die Greifswalder Studentenverbindungen mit einer stärkeren Betonung des nationalen Gedankens und der Wehrhaftigkeit. Manche Verbindungsstudenten traten in die von der sozialdemokratischen Regierung mit der Grenzverteidigung des untergehenden Reiches beauftragten Freikorps ein. Ungewöhnliche waffenstudentische Koalitionen entstanden: Die Turnerschaft Cimbria suchte zusammen mit dem Corps Borussia das Greifswalder Wasserwerk gegen letztlich ausbleibende Aufstände zu verteidigen.

Schwerer Opfergang – 75. Stiftungsfest der Greifswalder Borussen Lorentz, Stephan und Kährn II (v.l.n.r.) an der Westfront in Roselaere am 6. August 1916. Archiv des Corps Borussia.

Schwerer Opfergang – 75. Stiftungsfest der Greifswalder Borussen Lorentz, Stephan und Kährn II (v.l.n.r.) an der Westfront in Roselaere am 6. August 1916. Archiv des Corps Borussia.

Viele Vereine, die vor dem Krieg weder Bestimmungspartien schlugen, noch Farben trugen, änderten ihre diesbezügliche Einstellung nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches. Oberdörfer bemerkt treffend: „Wer noch keine Farben trug, legte sich nunmehr welche an .“(21)

Ein Jahr nach dem Ende des Krieges bildete sich mit der Makaria die einzige jüdische Verbindung in Greifswald. Konfliktpunkte mit hiesigen Korporationen gab es sicher zu Hauf. Die Gründung jüdischer Korporationen erfolgte im Deutschland jener Tage häufig in Reaktion auf eine bedenkliche Zunahme antisemitischer Geisteshaltung – insbesondere an norddeutschen Universitäten.(22) „Kernpunkt ( … ) war der Kampf um die Anerkennung der jüdischen Nationalität schon gut ein halbes Jahrzehnt vor der Inaugurierung der zionistischen Landespolitik.“ (23)

Die Makaria wurde von den meisten anderen Verbindungen nicht als satisfaktionswürdig eingestuft und gemieden. Dieser Ablehnung jüdischen Waffenstudententums stand paradoxer Weise jedoch zumeist ein durchaus schneidiger Mensurstandpunkt ebendieses gegenüber. Bis zu ihrer baldigen Auflösung paukte die Makaria mit den zahlreichen jüdischen Korporationen in Berlin.

Wenngleich es gerade bei katholischen Verbindungen Ausnahmen gab, dürfte sich das Gros der Greifswalder Studentenverbindungen alles in allem allerdings als wenig republikfreundlich dargestellt haben. Von verbindungskritischer Seite wird den Greifswalder Korporationen der damaligen Zeit eine besondere Nähe zum Radikalismus nachgesagt. Auf der anderen Seite gestaltete sich das Greifswalder Korporationswesen auch in dieser Zeit heterogener, als mancher vermuten mag.

Die hiesigen Corps widersetzten sich dem Nationalsozialistischen Ansinnen nach Gleichschaltung größtenteils bereits 1933. Der Nationalsozialismus forderte alsbald einen klaren Trennstrich zwischen separatistischer Reaktion und postulierter Gleichmacherei. Tatsächlich folgte 1935 für die meisten Greifswalder Verbindungen die Selbstauflösung. Problematisch gestaltete sich einerseits die geforderte Preisgabe (partei-)politischer Neutralität. Zudem waren die allermeisten Corps nicht bereit, sich, wie gefordert, von ihren jüdischen Corpsbrüdern zu trennen.

Für das Verhältnis der Greifswalder Studentenverbindungen zum Nationalsozialismus existieren jedoch auch einige unrühmliche Beispiele. Eine unangenehme Greifswalder Fußnote ist Gerhard Erwin Krüger, der 1927 bei der Burschenschaft Arminia aktiv wurde. Im gleichen Jahr gründete er die Greifswalder Hochschulgruppe des Nationalsozialistischen Deutschen Studenten Bundes (NSDStB).(24) Er war dessen Führer im Jahre 1928 bevor er von 1929 bis 1930 das gleiche Amt beim NSDStB in Leipzig bekleidete. Krüger ließ sich auch nach Ende des Krieges nicht läutern und wurde zum Mitbegründer der rechtsextremen Sozialistischen Reichspartei (SRP). Ein folgenreiches Beispiel antisemitischer Haltung findet sich auch mit Blick auf den Verein Deutscher Studenten (VdSt), der damals noch unbedingte Satisfaktion forderte und gab. Ein Mitglied des Corps Irminsul Hamburg, Helmut Schulze Borges, wurde von zwei Kommilitonen des VdSt auf schweren Säbel gefordert, weil er im Sommersemester 1932 coram publico mit einer eng befreundeten Jüdin zu Mittag gegessen hatte. Schulze-Borges schrieb später in einem Grußwort an das Corps Marchia: „wie in Gryps üblich, wurden die beiden Säbelpartien durch das Ehrengericht unverzüglich genehmigt und auf dem Hause der Marchia ausgetragen. Der Verfasser bekam von dem besseren und erfahreneren ersten Fechter Prügel, die er seinem zweiten schwächeren Mitläufer in der zweiten Partie zurückgab.“(25)

Die meisten Verbindungen wurden im Zuge von Kampagnen Mitte der 1930er Jahre zur Suspension genötigt, andere, wie das Corps Borussia, ließen sich zunächst als Kameradschaften gleichschalten. Noch 1936 versuchte die Borussia den Aktivenbetrieb neu aufzunehmen. Jede sich andeutende Gefahr eines verbindungsstudentischen Schismas wurde jedoch von nationalsozialistischer Seite – zunächst erfolgreich – unterdrückt. Zwar schätzten die Nazis die Mensur als kämpferische Sportart und Beitrag zur Wehrertüchtigung.(26) Dennoch löste sich der Verband Alter Corpsstudenten 1938 auf. Bereits 1937 hatte der Reichsstudentenführer Baldur Benedikt von Schirach die „Durchführung der Bestimmungsmensur“ verboten.(27) Adolf Hitler selbst stand insbesondere dem Duellwesen kritisch gegenüber: Henry Picker notierte einen der vielen Tischmonologe Hitlers wie folgt: „Ich hatte vor 1933 fortgesetzt Schwierigkeiten, unsere Männer vor Duellen zu bewahren. Ich habe das dann einfach verboten. Einige unserer besten Leute sind durch solche Dummheiten zusammengeschossen worden. Und aus was für Gründen! Einmal waren wir im Reichsadler, Heß war da mit seiner Frau und seiner Schwägerin. Ein halb betrunkener Student kam daher und flegelte die Damen an. Heß bat ihn heraus und sagte ihm die Meinung. Am nächsten Tag kamen zwei solcher Affen und brachten ihm eine Forderung, weil er einem Corpsstudenten eine Belehrung gegeben hätte. Ich verbot ihm, sich darauf einzulassen. Die beiden sollten zu mir kommen, dann habe ich ihnen gesagt: das ist ein Mann der vier Jahre vor dem Feind gestanden hat! Schämen Sie sich nicht?“(28)

Viel gefochten – Mensur zwischen dem Corps Borussia und dem Corps Pomerania am 21. Juni 1913. Archiv des Corps Borussia.

Viel gefochten – Mensur zwischen dem Corps Borussia und dem Corps Pomerania am 21. Juni 1913. Archiv des Corps Borussia.

In einem Gespräch zu diesem Beitrag bemerkte Oberdörfer, dass allerspätestens mit dem desaströsen Ausgang der Schlacht um Stalingrad eine noch deutlichere Distanz der Greifswalder Studentenschaft zum Nationalsozialismus evident wurde. Dies illustriert etwa das Erstarken der Pflege der von nationalsozialistischer Seite verbotenen verbindungsstudentischen Riten und Gebräuche – freilich zumeist hinter verschlossenen Türen.

Corpsstudentischer Frühschoppen der Marchia in der Greifswalder In¬nenstadt. Archiv des Corps Marchia.

Corpsstudentischer Frühschoppen der Marchia in der Greifswalder In¬nenstadt. Archiv des Corps Marchia.

Später ließ auch die zweite deutsche Diktatur keinen Platz für einen verbindungsstudentischen Pluralismus. Zu groß war ihre sicher nicht unberechtigte Angst, mit den traditionsreichen Verbindungen einen politischen Widerpart zur kommunistischen Realität wieder reüssieren lassen zu können. Anlässlich des 550-jährigen Bestehens der Universität Leipzig dichtete Walter Ulbricht siegesgewiss: „Es siegte bei dieser letzten Mensur die proletarische Diktatur. “(29)

Als sonderlich nachhaltig erwies sich diese „proletarische Abfuhr“ indes nicht. Anlässlich der 500-Jahrfeier der Greifswalder Universität im Jahre 1956 waren korporierte Gäste, die sich als solche zu erkennen gaben, geduldet. Sicher ist, dass diese Greifswalder Ausnahme zunächst noch nicht von langer Dauer war. Ähnlich wie die Nazis hatten auch die Kommunisten Angst vor verbindungsstudentischer Reaktion und erstarkendem Separatismus. Erst in der letzten Phase der DDR traten in Greifswald wieder Verbindungen an die Öffentlichkeit. Weder in Rostock noch in Berlin herrschten vergleichbare Verhältnisse. Bereits 1983 hatte sich die nicht-schlagende Katholische Deutsche Studentenverbindung Alemannia gegründet. Sie bestand im Geheimen, war jedoch beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) bekannt und wurde mehr oder weniger geduldet. Bereits vor der Wiedervereinigung knüpften Mitglieder der Greifswalder Alemannia Kontakt mit der Alemannia Greifswald zu Münster. Die westfälische Studentenverbindung hatte die Tradition der alten Greifswalder Alemannen fortgeführt. Für die nichtkatholischen Studenten ging 1987 die Burschenschaft Markomannia, zunächst noch als „Deutsche Studentenverbindung Markomannia“, aus der Alemannia hervor.

Die Apathie, mit der die DDR-Führung auf diese wie auch auf andere Zeichen eines Erstarkens von Opposition reagierte, ist wohl weniger als Anzeichen von Toleranz denn als Symptom für ihre bereits zu diesem Zeitpunkt instabile Gesamtlage zu werten. Auf der thüringischen Rudelsburg trafen sich am 20. Mai 1989 mehrere DDR-Korporationen, um unter anderem auf die absolute Dominanz systemloyaler Jugendorganisationen in der DDR hinzuweisen. An dem Treffen nahmen auch Greifswalder Studentenverbindungen teil. Neben den Markomannen und den Alemannen reisten auch Mitglieder der 1982 gegründeten Sängerschaft Concordia nach Thüringen. Trotz eineinhalbjähriger Renoncen-Zeit im Dachverband der Deutschen Sängerschaft überlebte die Concordia das Ende der DDR nicht lange.

Mit dem Ende des Sozialismus galt es für viele Korporationen, die Greifswald aufgrund der totalitären Herrschaft hatten verlassen müssen, ein Versprechen einzulösen und an ihren angestammten Ort zurückzukehren. Ohne größeres Zutun westdeutscher Verbindungseinflüsse bestanden ja bereits mehrere Korporationen in Greifswald. Die Markomannen hatten im Jahr 1991 erfolgreich die Mitgliedschaft in der Deutschen Burschenschaft beantragt. Sie knüpften Kontakt zur Deutschen Burschenschaft in Marburg, Berlin und Graz.

Im Gegensatz zur Markomannia bestand ein großer Teil der Greifswalder Verbindungen jedoch schon vor der Gründung der DDR. Die meisten von ihnen waren nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches bei anderen Bünden in Westdeutschland aufgegangen. Die Burschenschaft Dresdensia-Rugia etwa führte die Tradition der Greifswalder Burschenschaft Rugia in Gießen fort. Nachdem ein Aktiver der Gießener Burschenschaft auf der Suche nach dem Stammtisch der Deutschen Studentenverbindung Markomannia auf den Stammtisch einer Burschenschaft Pomerania traf, waren erste Verbindungen geknüpft. Am 24. September 1990 restituierte die Burschenschaft Pomerania als Greifswalder Burschenschaft Rugia.

Versprechen eingelöst – Festakt alter Irminsuler in der Universitäts-Aula anlässlich der Rekonsti¬tution des Corps Marchia, 23. März 1992. Archiv des Corps Irminsul Hamburg.

Versprechen eingelöst – Festakt alter Irminsuler in der Universitäts-Aula anlässlich der Rekonsti¬tution des Corps Marchia, 23. März 1992. Archiv des Corps Irminsul Hamburg.

Die Rückkehr der Greifswalder Corps gestaltete sich diffiziler. Auf in Greifswald bereits existente Korporationsstrukturen konnte von ihrer Seite nicht mehr zurückgegriffen werden. Als erstes Corps restituierte die Marchia am 25. Januar 1992. Der Alt-Herren-Verein der Marchia war nach dem Krieg mit verbliebenem Hab und Gut dem Corps Irminsul in Hamburg beigetreten. Die Hamburger Irminsuler wiederum versprachen, das Corps Marchia wiederzugründen, insofern die politischen Umstände in Greifswald dies zuließen. Der damalige Senior der Irminsul, Jan Eckert, berichtet über seine erste Begegnung mit der Hansestadt: „Den anonymen und unübersichtlichen Studienalltag aus Hamburg gewöhnt, faszinierten uns die kurzen Wege, der Charme der alten Universitätsgebäude, die Vorstellung, wie unsere Corpsbrüder vor 60 Jahren zwischen der Domburg, ihren Fakultäten und dem Corpshaus in der Baustraße unterwegs waren.“(30)

Dem Hamburger Beispiel folgten auch andere Corps. Die Guestfalia meldete sich am 10. Juni 1993 an der Alma Mater, nachdem das befreundete Corps Guestphalia Bonn die langjährige Traditionspflege übernommen hatte. Das Corps Pomerania kehrte am 17. Oktober 1993 nach Greifswald zurück, musste jedoch kurz darauf für längere Zeit suspendieren. Unterstützt vom Corps Saxonia Göttingen konnten die Pommern die Suspendierung einige Zeit später erfolgreich beenden.

Die Borussia, die während der DDR-Diktatur in Mainz weilte, kehrte nach einem ersten missglückten Anlauf 1991 im März 1997 endgültig an den Bodden zurück.

Die Turnerschaften Markomannia und Teutonia fusionierten bereits in den 1960er Jahren zur Alten Greifswalder Turnerschaft Markomanno Teutonia. Die Markomanno-Teutonen kehrten nach einem kurzzeitigen Aufenthalt in Oldenburg bald nach der Wende nach Greifswald zurück. Zunächst hatten sie ihr Domizil in einer Etagenwohnung in der Gützkower Straße. Später wurde die Wohnung an die ebenfalls nach Greifswald heimgekehrte Cimbria untervermietet. Der Weg zu einer relativen verbindungsstudentischen Normalität mit eigenem Haus gestaltete sich nicht nur in diesem Fall als steinig. Mittlerweile existieren, trotz 55-jähriger Unterbrechung, wieder acht pflichtschlagende Verbindungen in Greifswald. Außerdem zählt Greifswald noch mehrere, hier nicht näher erwähnte, nicht-schlagende Bünde. Die Heterogenität pflichtschlagender Corps, Turner-, Burschenschaften und sonstiger Vereine ist die alte geblieben. Zwar werden die Bestimmungsmensuren in einem gemeinsamen Waffenring, dem AGWR, verabredet – untereinander dominieren die Unterschiedlichkeiten jedoch das Selbstverständnis. Neben der ihnen gemeinsamen Einstellung zur verbindungsstudentischen Traditionspflege eint die Greifswalder Verbindungen vor allem ihr in historischem Fahrwasser gewachsener Wunsch, gerade an der Grypser Alma Mater Farbe zu bekennen.

 

Der Autor ist Mitglied des Corps Marchia Greifswald und des Corps Irminsul Hamburg. Für die freundliche Unterstützung bei der Auswahl des Bildmaterials gilt besonderer Dank Herrn Ringwitz, Borussiae Greifswald, Herrn Drewes Munichiae Bayreuth et Cimbriae Greifswald sowie den Altherrenvereinen des Corps Marchia Greifswald und des Corps Irminsul Hamburg.

Anmerkungen

  1. Schubel 1960.
  2. Statuten der Pomerania (EuJ, Sonderheft 1983), zitiert nach Oberdörfer 1993, S. 68.
  3. Kösener Korpsliste 1998, S. 362.
  4. Schütte 2002, S.100.
  5. Heinemann 1942.
  6. Doeberl u. a. 1932, S. 807.
  7. Ebd., S. 808.
  8. Schweinecke 2005, S.19–24.
  9. Doeberl u. a. 1932, S. 809.
  10. Ebd, S. 808.
  11. Ebd., S. 809.
  12. Oberdörfer 2005.
  13. Oberdörfer und Schroeder 1991, S. 24.
  14. Diedler o. J., S. 226.
  15. Hasse 1942, S. 63.
  16. Oberdörfer und Schroeder 1991, S. 26
  17. Ebd., S. 26.
  18. Oberdörfer 1993, S. 386.
  19. Diedler o. J., S. 230.
  20. Knitt, S.126.
  21. Oberdörfer 1993, S. 386.
  22. Seewann 2007, S. 177.
  23. Seewann 2006, S. 163.
  24. Brunck 1999, S. 270.
  25. Zitiert nach Diedler o. J., S. 63.
  26. Hug 2005, S. 50.
  27. Befehl des Reichsstudentenführers Baldur von Schirach vom 5.Oktober 1937, Institut für Hochschulkunde an der UB Würzburg. Verordnungsblatt des Reichsstudentenführers Ni 10 vom 5.Oktober 1937, S. 112, zitiert nach Schmidt-Cotta und Wippermann 1998, S. 200.
  28. Picker 1951, S. 321.
  29. Zit. nach Hepe 1998, S. 270.
  30. Zit. nach Eckert o. J., S. 152.

Literatur

  • Helma Brunck, Die Deutsche Burschenschaft in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, Universitas, München 1999.
  • Michael Doeberl u. a., Das Akademische Deutschland, Berlin 1932.
  • Heinrich Diedler, Das Corps Marchia Greifswald, in: Festschrift 75 Jahre Weißes Kartell im WSC, S. 222–235.
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Quelle: Zeitschrift „Pommern