Spiegel Online berichtet, dass die LandesAstenKonferenz in Niedersachsen den Göttinger AStA wider aller demokratischen Grundsätze einer modernen, pluralistischen Gesellschaft ausgeschlossen hat. Folgendes wird berichtet:

Die Landesastenkonferenz Niedersachen hat den Asta der Uni Göttingen ausgeschlossen. Begründung: Zwei Asta-Referenten sind in Studentenverbindungen aktiv.

Uni Göttingen (Archiv): Der Asta ist kein Mitglieder der Landesastenkonferenz mehr - Quelle: DPA

Uni Göttingen (Archiv): Der Asta ist kein Mitglieder der Landesastenkonferenz mehr – Quelle: DPA

Die Landesastenkonferenz (LAK) in Niedersachsen, Zusammenschluss von bislang 13 niedersächsischen Studentenvertretungen, hat den Asta der Uni Göttingen ausgeschlossen. Laut Satzung darf die LAK Studentenschaften ausschließen, wenn ihre Referenten Mitglieder von Organisationen sind, die rassistische oder sexistische Positionen vertreten.

Nach Ansicht der LAK ist das bei zwei Asta-Referenten in Göttingen der Fall, die zugleich Mitglied in einer Studentenverbindung sind. Einer ist Mitglied im Verein Deutscher Studenten zu Göttingen, der andere in der Verbindung K.St.V Winfridia. Außerdem sind beide Mitglieder des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und seit Anfang 2014 die Finanz- sowie Öffentlichkeitsreferenten des Asta.

Eine Sprecherin der LAK erklärte, der Göttinger Asta müsse sich „die Mitgliedschaft der beiden Referenten in Verbindungen zurechnen lassen“. Diese sei mit den Werten der LAK nicht vereinbar. Die Landesastenkonferenz stört, dass der Verein Deutscher Studenten zu Göttingen ein „heteronormatives Rollenbild“ propagiere, welches „Frauen auf die Rolle von Freundinnen, Verlobten und Ehefrauen von Männern festlegt“. Die LAK setze sich hingegen für eine emanzipatorische Gesellschaft ein und kämpfe gegen Sexismus, Rassismus und weitere Diskriminierungen.

„Mit der Sexismus-Keule“

Bereits im April war in der LAK über einen Ausschluss des Göttinger Asta abgestimmt worden, damals kam die nötige Zweidrittelmehrheit nicht zustande. Damals hatte der Göttinger RCDS die „ideologiedurchzogene Grundstimmung der LAK Niedersachsen“ kritisiert. RCDS-Vorsitzende Christina Deeken monierte, die LAK betreibe „aufgrund von Vermutungen“ eine Vorverurteilung des Göttinger Asta und versuche, den Ausschluss „mit der Sexismus-Keule“ durchzusetzen.

Zum nun erfolgten Ausschluss teilte der Asta der Uni Göttingen mit, von der Mitgliedschaft zweier Referenten auf diskriminierende Positionen des Asta zu schließen, zeuge von „stark stereotypisierten Denkprozessen“. Die betreffenden Referenten hätten sich nirgendwo diskriminierend verhalten.

Quelle: Spiegel Online