Auf der Homepage der R+V Versicherung AG, Raiffeisenplatz 1, 65189 Wiesbaden, empfiehlt der Autor, Herr D. Konrad, unter „Beruf + Karriere“ – „Studium“ außergewöhnlich offen und sachlich die Mitgliedschaft in einem Corps oder einer anderen Studentenverbindung. Hier der wesentliche Teil des Textes:

Studentenverbindungen: Freunde fürs Leben

R+V Versichung AG empfiehlt Mitgliedschaft in einem Corps

R+V Versichung AG empfiehlt Mitgliedschaft in einem Corps oder einer anderen Studentenverbindungen

In 70er und 80er Jahren hatten sie ihre Hochzeit, […] Stundenverbindungen. Berühmte Köpfe aus Soziologie und Wirtschaft gehörten ihnen an. Doch auch heutzutage haben diese „Traditionsverbindungen“ immer noch großes Gewicht in der akademischen Welt.

Eine Studentenverbindung oder auch Studentenkorporation ist ein Verband aus Studenten und ehemaligen Studenten einer Universität oder Hochschule. Grundsätzlich richten sich die Verbindungen nach dem Conventsprinzip und dem Lebensbundprinzip. Das Conventsprinzip gesteht allen berechtigten Mitgliedern in einer Versammlung gleiches Stimmrecht zu. Das Lebensbundprinzip beruht auf einer lebenslangen Verbindung, die man als Mitglied einer Studentenverbindung eingeht. Der Lebensbund beginnt mit einer Zeremonie oder dem Eintritt in die Organisation und gilt oft bis zum Lebensende.

Abgestufte Mitgliedschaft: Vom Fuchs zum Burschen

Wer in eine Studentenverbindung eintritt, ist nicht sofort vollgültiges Mitglied. Ein Neuling durchläuft zunächst als sogenannter Fuchs eine Probezeit (mindestens ein Semester). Der Fuchs soll seine Verbindung kennenlernen und sich mit den Traditionen und Werten vertraut machen. Danach folgt die Aufnahme in die Gemeinschaft und die Burschenzeit beginnt. Als Bursche ist man Vollmitglied der Studentenverbindung und trägt die Hauptverantwortung, z. B. Übernahme von Ämtern.

Die Verbindungsmitglieder sind gehalten, später als Berufstätige, die Unterstützung, die man selbst im Studium erfahren hat zurückzugeben. So kann man spenden, Einladungen aussprechen, oder junge Studenten betreuen. Die ersten studentischen Zusammenschlüsse, die dieses Prinzip praktizierten, waren Studentenorden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mit deren Auflösung entstanden dann die ersten Verbindungen im heutigen Sinne, die so genannten Corps.

Wer darf Mitglied in einer Studentenverbindung werden und wer nicht?

Das hängt ganz von der Verbindung oder dem Corps ab. Grundsätzlich kann jeder an einer deutschen, österreichischen oder schweizerischen Universität eingeschriebene männliche Student Corpsstudent werden. Dabei spielen ethnischen oder soziale Herkunft, Hautfarbe oder Religion keine Rolle.

So unterscheiden sich auch die Corps von den Korporationen. Diese lassen nur Deutsche (Deutsche Burschenschaft) oder nur Mitglieder bestimmter Konfessionen zu (Beispiel: Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen).

Mittlerweile sind auch in einigen Verbindungen Frauen zugelassen.

Schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen

Viele Corps sind traditionell „pflichtschlagend“. Die studentische Mensur, gilt den Corps und Verbindungen oft als wichtiges Merkmal ihrer Verbände. Eine Mensur ist ein traditioneller, streng reglementierter Fechtkampf zwischen zwei männlichen Mitgliedern unterschiedlicher Studentenverbindungen mit scharfen Waffen. Die Fechter, sog. Paukanten, sind heute bis auf Teile ihres Kopfes und Gesichts vor Verletzungen geschützt. Bei dem Kampf entstehende Narben heißen Schmiss. […]

Vorteile einer Studentenverbindung: Familienersatz, günstiger Wohnraum und Hilfe

Auch heute noch stellen […] Studentenverbindungen ihren Mitgliedern neben günstigem Wohnraum und Geselligkeit auch ein entsprechendes Freizeitprogramm und klare Regeln zur Verfügung. Für viele Studenten eine optimale Ausgangslage zum Studienbeginn. „Im Verbindungshaus gab es immer Ansprechpartner“ und die durch den Wegzug von zu Hause fehlende familiäre Struktur sei so ersetzt worden, berichtet ein gerade frisch aufgenommener Bursche auf den Webseiten einer Verbindung über seine ersten Jahre.
Auch nach dem Studium hilft man sich weiter. So können Studenten Praktika und möglicherweise sogar den ersten Job in einem Unternehmen finden, wo bereits ein Verbindungsmitglied arbeitet.

Fazit

Studentenverbindungen, […] und Studentennetzwerke können auch heute noch eine wertvolle Unterstützung im Studium, auf der Suche nach neuen Kontakten oder Jobangeboten sein.

Zielgerichtete Berufsnetzwerke vereinfachen eine weitreichende Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz oder möglichen Kontakten. Dank Internet kann man zudem nahezu ohne Einschränkungen mit Menschen rund um die Welt in Kontakt bleiben, Bilder und Erlebnisse austauschen, sich Tipps und Empfehlungen von ehemals aktiven Verbindungsmitgliedern holen. Daneben können günstiger Wohnraum und unterstützende familiäre Strukturen auch gute Gründe für den Eintritt in eine Verbindung sein.

Quelle: R+V Versicherung AG