Herr J. Katsch, Klinikum Dorothea Christiane Erxleben, Quedlinburg, hielt in der Zeitschrift „Hautarzt“ im März 2001 folgendes über den Arzt und Corpsstudenten Dr. Peter Schleiff Hassiae Gießen zu Mainz, sp. Thuringiae Jena folgendes fest:

Obermedizinalrat Dr. Peter Schleiff

Obermedizinalrat Dr. Peter Schleiff

„Quality still exists, when the price is long forgotten“ – dieses ist der erste und auch bleibende Eindruck, den man in den persönlichen Gesprächen mit Herrn Obermedizinalrat Dr. Peter Schleiff und indirekt über die verklär­ten Blicke und die überaus gefühlvollen Äußerungen seiner ehemaligen Mitar­beiter und seiner ehemaligen Patienten erhalten muss!

Dies ist umso mehr verwunderlich, wenn man weiß, dass zwischen der Be­endigung seiner beruflichen Tätigkeit als Chefarzt in der Dermatologischen Klinik in Quedlinburg 1977 bis zu sei­nem 9o. Geburtstag nun eine ganze Ge­neration, 23 Jahre, vergangen ist. Was al­so bedingt diesen Mythos? Um dies bes­ser verstehen zu können, muss man die Hintergründe und insbesondere seinen Lebenslauf kennen.

Am 19.11.1910 wurde er in Halle als Sohn der Lehrerin Marie Schleiff und des Hautarztes Dr. Waldemar Schleiff ge­boren. Nach dem Abitur 1930 begann er das Medizinstudium in Zürich und setz­te dieses jeweils wenige Semester in Hal­le, Gießen und Jena bis zum Staatsex­amen in Halle fort. Während dieser Zeit war er Corps-Student bei dem Corps Hassia und Thuringia in Gießen, dessen Auflösung jedoch schon 1935 wegen po­litischer Unvereinbarkeit mit der NSDAP erfolgte. Mit der Promotion „Die Meinicke-Klärungsreaktion im Zentri­fugierungsverfahren bei Gonorrhoe-Pa­tienten“ wurde ein wesentlicher Grund­stein für seine erfolgreiche dermatolo­gische Kariere gelegt.

Sein weiteres dermatologisches Rüstzeug erhielt er als Vollassistent ab dem 1.1.1937 in Heidelberg an der Uni­versitäts-Hautklinik unter Prof. Schön­feld.

Durch den Beginn des z. Weltkrie­ges 1939 beschleunigte sich der Wissens­zuwachs durch eine Vielfalt an Aufga­ben, die sich so nur unter Kriegsbedin­gungen ergeben konnten. Schon 4 Jahre nach dem Studium und unmittelbar nach der Facharztausbildung 1939 über­nahm er die Betreuung der Lazarettau­ßenstelle mit 8o Betten in Neuwied und nachfolgend mit 240 Betten in Bitche in Lothringen.

Erst 1944 wurde er nach Frankreich an die Front geschickt, und er gelangte nach der Invasion der Alliierten in der Normandie in britische Kriegsgefangen­schaft. Aus dieser kehrte er erst 1948 mit einem dort als Arzt erworbenen Wissen über die Therapie der Geschlechts­krankheiten mit dem für damalige Zei­ten revolutionären Penizillin nach Halle zurück. Seine Fähigkeiten prädestinier­ten Herrn Dr. P. Schleiff als neu bestall- … [Rest folgt]

Quelle: Der Hautarzt 3.2001

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