Die Münstersche Zeitung berichtete am 14.05.2013 unter dem Titel „Besuch aus Berlin“ über das Münsteraner Botschaftgespräch mit S. E. dem Botschafter von Kuba auf dem Haus des Corps Rheno-Guestphalia.

MÜNSTER. Zum Traditionellen Botschaftergespräch des Landescorps Rheno-Guestphalia kam der kubanische Botschafter S. E. Francisco Becerra Egana nach Münster. Mit ihm diskutierten die Studenten über die Regierungspartei Kubas und wirtschaftlichen Wandel.

Der Leiter der kubanischen Botschaft in Berlin, Becegga Egana, trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein   Foto pd

Der Leiter der kubanischen Botschaft in Berlin, Becegga Egana, trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein Foto pd

„Wir haben hier in Münster mit den Botschaftergesprächen den internationalen Austausch auf Top-Ebene institutionalisiert“, sagt Dirk Frotscher, Direktor der Landesbank Berlin. Von ihm wurde die Reihe der Botschaftergespräche initiiert. Er ist Mitglied im Altherrenverband, in den die Verbindungsstudenten nach dem Studium eintreten.

Verhältnis zu den USA

Becerra Egana, der an der Hochschule für Ökonomie in Ost-Berlin Außenhandelswirtschaft studiert hat, bot den Verbindungsstudenten und ihren rund 100 Gästen aus Wirtschaft, Verwaltung und den Hochschulen der Stadt den Einblick in die Geschichte seines Landes und die Beziehungen mit seinem Nachbarn, den USA. Dessen unveränderte Blockade-Haltung ordnete er als Folge der innenpolitischen und wahltaktischen Einflüsse in den USA ein. Das Verhältnis zwischen den ungleichen Staaten werde geprägt durch das erstmals vom US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower 1960 verhängte und heute durch ein US-Gesetz festgeschriebene Handels-, Wirtschafts- und Finanzembargo.

In einer lebhaften Diskussion bekamen die Zuhörer Antworten zu veränderten Führungsrolle in der regierenden Partei Kubas und dem von ihrem Präsidenten Raul Castro schrittweise eingeleiteten wirtschaftlichen Wandel. Die Corpsstudenten und ihre Gäste zeigten sich beeindruckt vom beschriebenen Leistungswillen der kubanischen Bevölkerung, konfrontierten ihren Gast aber auch mit ihren Erwartungen an ein Land, das angesichts seiner geopolitischen Lage besondere Aufmerksamkeit erfährt. Auch die Stadt Münster wurde von den Studenten in das Konzept eingebunden. Von Beginn der Veranstaltungsreihe an empfing sie die nach Münster angereisten Botschafter im Friedenssaal. Damit war auch jeweils der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt verbunden.

Nächster Besuch

Den Rhein-Westfalen und ihrem Corpsbruder Frotscher ist es in den zurückliegenden Semestern gelungen, die Botschafter Israels, aus dem Kosovo sowie aus Afghanistan, Äthiopien und Lettland für einen Besuch zu gewinnen. Die Reihe der münsterschen Botschaftergespräche wird im Wintersemester am 7. November 2013 mit dem Besuch durch die Botschafterin der Philippinen, H. E. Maria Cleofe R. Natividad, fortzusetzen.

Quelle: Münstersche Zeitung (Printausgabe)

corpsstudentenEU_MuensteranerBotschaftergespraeche_20130514