1. Historischer Hintergrund des Zitats

"Reichstag und Brandenburger Tor sind die zentralen Orte für Politiker und Lobbyisten und liegen am Ende der touristischen Laufstrecke." (Photo: Privat)

"Reichstag und Brandenburger Tor sind die zentralen Orte für Politiker und Lobbyisten und liegen am Ende der touristischen Laufstrecke." (Photo: Privat)

„Farbe tragen heißt Farbe bekennen!“ Diese Aufforderung erging am 12. März 19041 von Carl Rabl2, damals Rektor der Prager Universität, an die deutschen korporierten Studenten. Hintergrund waren die ständigen — auch körperlichen — Auseinandersetzungen zwischen deutschen und tschechischen Studenten. Besonders schlimm waren die Semestersonntage. Sonntags spätvormittags bummelten die deutschen Korporierten mit Band und Mütze über den Graben, die Prager Haupteinkaufsstraße und Flaniermeile. Weite Teile der tschechischen Bevölkerung empfanden dies als provokante Zurschaustellung deutsch-österreichischen Nationalismus. Im Frühjahr 1904 gab es fast allsonntäglich Beleidigungen, Steinwürfe aus dem Hinterhalt auf deutsche Studenten und Schlägereien; die Polizei musste regelmäßig einschreiten, um Schlimmeres zu verhindern. Als Deutsche überlegten, den Bummel einzustellen, ermunterte Rabl sie mit seinem zum geflügelten Wort gewordenen Ausruf zum Durchhalten3.

2. Der aktuelle Befund

Rabl war Sängerschafter ehrenhalber4 und hatte als Student nie auf Mensur gestanden, zutreffend ist sein Ausspruch — richtig verstanden — trotzdem.

Wie aber ist die Realität heute? Statt Bekenntnis zur Farbe ist eine allgemeine Verzagtheit im Kleinen wie im Großen festzustellen. Alte Herren schleichen heimlich, wie zum verbotenen Tun, auf die Corpshäuser, erst vor Ort wird Couleur angelegt, die Mütze dabei — so denn überhaupt noch eine getragen wird — oft stillos in einer Plastiktüte transportiert.

Ähnlich verhält es sich auf der Ebene der Einzelverbindungen und der SC: Das Komitat ist längst ausgestorben, Frühschoppen mit der örtlichen Bevölkerung finden nur noch vereinzelt statt. Auf Verbandsebene ist der Zustand, von Ausnahmen wie den ABI-Messen abgesehen, ähnlich desaströs: Zahlreiche AH- oder AHSC-Stammtische finden zwar in öffentlichen Gaststätten, aber ohne Couleur statt. Und schließlich: Die Geschäftsstelle von KSCV und VAC ist in Bad Kösen in einer Liegenschaft am Ende einer Sackgasse — also praktisch nicht wahrnehmbar untergebracht. Öffentliches „Farbe tragen und Farbe bekennen“? Fehlanzeige!

Wer aber aus dem Blickfeld und dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden ist, muss sich nicht wundern, wenn er keinen Nachwuchs erhält. Abhilfe schaffen da auch die typischen Kommersreden nicht, die erläutern, dass Konservativsein nicht bedeute, Asche zu bewahren, sondern Feuer weiterzutragen. Wem soll man, um im Bild zu bleiben, das Feuer in die Hand drücken, wenn schlicht niemand weiß, dass es „Corps mit Feuer“ gibt? Die Corps müssen deshalb wieder in der Öffentlichkeit präsent werden.

3. Blick in die Zukunft

Wer nun dagegen einwenden mag, Öffentlichkeit sei heute nicht mehr machbar, in Hamburg beispielsweise habe 2010 nach Protesten linker Gruppierungen der Kommers der Vereinigung Hamburger Akademiker- verbände (VHV) nicht stattfinden können,5 in Frankfurt am Main der CDA-Kommers aus der Stadt nach Darmstadt verlegt werden müssen (wo es Farbbeutelanschläge gab) und in Wien könne der WK R-Ball stets nur unter Polizeischutz und begleitet von linksautonomen Demonstranten stattfinden, übersieht eines: All diese Veranstaltungen litten und leiden an mangelnder Positionierung und Abgrenzung der Corps. Wer gemeinsam mit den Rechtsauslegern der Deutschen Burschenschaft Veranstaltungen plant oder daran teilnimmt, muss sich nicht wundern, wenn dagegen protestiert wird. Soweit sich dagegen Stimmen unter Berufung auf die „Kösener Toleranz“ erheben, ist dies völlig fehl am Platze!6 Kösener Toleranz erfordert es nicht, rechtsradikal angehauchte Burschenschaften7 neben sich zu dulden. Wer selbst nicht tolerant ist, hat auch keine Toleranz von anderen verdient. Hier ist „klare Kante“ und deutliche Positionierung auch nach außen notwendig.

Entwurf  von Wilhelm Kreis für das „Haus der Korpsstudenten.“

Entwurf von Wilhelm Kreis für das „Haus der Korpsstudenten.“

Dass es auch anders geht, zeigen die Tübinger Corps und beispielsweise Hannovera: In Tübingen hat der SC 2009 erstmals ein Praktiker-Seminar mit hochkarätigen Referenten für Juristen veranstaltet. Die Tagung fand — unter ausdrücklicher Erwähnung der Corps Borussia Tübingen und Franconia Tübingen — positive Erwähnung in der rechtswissenschaftlichen Fachpresse.8

Positive Außenwirkung lässt sich auch an den Universitäten erzielen. Dazu Hannovera als Beispiel, deren Corpsarchivare es in zwanzigjähriger Arbeit geschafft haben, mit Museen bundesweit auf Augenhöhe und auf diesem Weg auch ins Gespräch mit der Universität zu gelangen.9

Damit ist der Ausblick in die Zukunft klar: Fehlende oder verwässernde Abgrenzung zu anderen Korporationsverbänden oder einzelnen Studentenverbindungen schadet. Falsch verstandene Toleranz den Falschen gegenüber ist durch pointierte Abgrenzung zu ersetzen.

Für die einzelnen Corps folgt daraus: Hochkarätige wissenschaftliche und gesellschaftliche Veranstaltungen bringen erhebliche Wahrnehmung. Sie sind vor allem in Zusammenarbeit im SC durchzuführen, um wirkmächtige positive Resonanz in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Für den KSC V und den VAC bedeutet dies beispielsweise: Flagge zeigen an einem zentralen Ort.

4. Das historische Vorbild

Der Gedanke an einen zentralen corpsstudentischen Mittelpunkt ist nicht neu:

a) Das „Haus der Korpsstudenten“ in Bad Kösen

Kaiserliches Ambiente. (Repro: Privat)

Kaiserliches Ambiente. (Repro: Privat)

Von 1905 bis 1909 war Jean Louis Sponsel (1858-1930) Normanniae Berlin, Sueviae München, Rhenaniae Bonn, Vorsitzender des VAC. Er engagierte sich für den Bau einer Kongresshalle mit Archivräumen und Platz für die Verbandsgeschäftsstelle in Bad Kösen. Die (aus heutiger Sicht fast großmannsüchtigen) Pläne des Architekten Wilhelm Kreis (1873-1955) waren für den Verband allerdings nicht realisierbar. Über den Ersten Weltkrieg schlief die Planung dann ein und geriet in Vergessenheit.

b) Das Berliner SC-Kasino

1931 gründeten dort Corpsstudenten das Berliner SC-Kasino. Diese Alternative zur universitären Mensa und Mittagstischen in Restaurants lag im ersten Stock über dem Weinrestaurant Traube in der Leipziger Straße 117/118. Anders als die Corpshäuser in den südwestlichen Villenvororten stand das Kasino allen Corpsstudenten offen. In der Literatur wird es als eine Mischung aus preußischem Offizierkasino und englischem Herrenclub beschrieben.10

Jedes der aktiven Berliner Corps des KSCV konnte hier in Universitätsnähe einmal die Woche für sich mittags speisen. Abgeschlossene Räumlichkeiten konnten von Corps, Gruppen und Kreisen des Köseners sowie für geschäftliche Zusammenkünfte belegt werden; es fanden aber auch offene Veranstaltungen statt, zu denen die regelmäßigen Tanztees an den Samstagnachmittagen gehörten. Den Besuchern des Kasinos stand neben der Gastronomie und den Gesellschaftsräumen ein Lesezimmer zur Verfügung.

Die Lage an der Rückseite des Außenministeriums in der Wilhelmstraße und mitten im damaligen Geschäftsbezirk Berlins um die Friedrichstraße verschaffte dem Berliner SC-Kasino eine Besucherfrequenz von mehreren tausend (!) Corpsstudenten monatlich. Das Kasino wurde von etwa 50 bis 60 Altherrenverbänden Kösener Corps frequentiert und getragen. 1933 hielten hier an unterschiedlichen Tagen 50 Altherrenschaften Kösener Corps ihre regelmäßigen Stammtische in Berlin ab. Es herrschte Burgfrieden, und der Grußcomment war erwünscht.11

Der wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit der Weimarer Republik trug man Rechnung, indem in den Räumen des Kasinos eine Arbeitsvermittlung für Corpsstudenten eingerichtet wurde.12 Sie war eine Außenstelle der VAC-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main. Das „Berliner Büro“ des VAC wurde Mitte 1934 wieder aufgelöst, da die Koordination zwischen dem Berliner Büro und der beibehaltenen VAC -Geschäftsstelle in Frankfurt am Main nicht funktionierte.13Das Kasino blieb zunächst bestehen, wurde nach der Auflösung von KSCV und VAC aber dann ebenfalls aufgelöst. Das Gebäude des Wein-Restaurants Traube wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute steht an seiner Stelle ein Plattenbau aus der Zeit der DDR.

5. Kösener Casino bzw. Corpsstudentisches Casino

Mein Vorschlag ist vor diesem — erfolgreichen — historischen Vorbild folgender: In prominenter Lage in Berlin wird ein Kösener  Casino14eingerichtet. Das Kösener Casino besteht aus einem öffentlichen Restaurant und davon getrennten privaten Räumen. Im privaten, internen Bereich wird die Geschäftsstelle von KSCV und VAC untergebracht. Daneben gibt es eine Bibliothek (zeitgemäß weniger mit Büchern, aber mit WLAN oder sonst aktueller Technik) als Aufenthaltsort und Treffpunkt für durchreisende Corpsstudenten; für vertrauliche Unterredungen kann ein Besprechungsraum angemietet werden.

a) Lage

Ein Kösener Casino in Berlin wird potentiell von fünf großen Gruppen von Corpsstudenten frequentiert werden, nämlich von Ortsansässigen, Geschäftsreisenden, Touristen, Politikern / Lobbyisten und Studenten. Sämtliche haben eines gemeinsam: Zentraler Ort ist für sie der Stadtteil Mitte zwischen Reichstag und Dom. Dom und nahegelegene Museumsinsel sind der Bereich des hauptsächlichen Interesses der touristisch Interessierten. Reichstag und Brandenburger Tor sind die zentralen Orte für Politiker und Lobbyisten und liegen am Ende der touristischen Laufstrecke vom Dom aus nach Westen. Am Weg liegt die Humboldt-Universität. Zwischen Dom und Brandenburger Tor liegen die typischen Tagungshotels der geschäftsreisenden Korporierten. Berlin-Mitte ist für in der Stadt ansässige und aus dem Umland von überallher ungefähr gleichweit erreichbar. Das Kösener Casino muss deshalb zwischen Dom und Brandenburger Tor liegen. Wegen der dort (noch) bezahlbaren Flächen dürfte vor allem das Gebiet zwischen Friedrichstraße /  Wilhelmstraße / Unter den Linden in Frage kommen.

b) Ausstattung

Das Kösener Casino ist idealerweise im ersten Obergeschoß eines Gebäudes mit erdgeschossiger Gastronomie gelegen. Im Casino gibt es eine selbstbewirtschaftete Bar und eine Cateringküche für die Bereitung kleiner Imbisse. Für größeren Bedarf kann das gastronomische Angebot der Gaststätte in Anspruch genommen (nach oben geliefert) oder Speisen von einem externen Lieferanten angeboten werden. Neben dem Bereich der Bar mit Raucherlounge und einem Lesezimmer / Bibliothek müssen mindestens zwei separate Besprechungsräume mit moderner Technik vorhanden sein, welche sich bei Bedarf über flexible Wände zu einem Raum verbinden lassen.

Die Geschäftsstelle verfügt neben dem Büroraum über einen kleinen show room. Dort kann Kösener Literatur käuflich erworben werden. Da Zutritt zum Kösener Casino nur in Couleur (Band) gestattet ist, hält das Casino von jedem Corps Band zur Verfügung (welches Vergesslichen veräußert wird). Die Zutrittsberechtigung wird vor Ort über die Kösener Corpslisten geprüft; wer sich die Prozedur ersparen will, kann vorab einen Mitgliedsausweis erwerben.

c) Nutzung

So war es 1904. (Repro: Privat)

So war es 1904. (Repro: Privat)

Das Kösener Casino steht allen Corpsstudenten täglich offen. Die in den Räumen befindliche Geschäftsstelle von VAC und KSCV ist Montag bis Freitag mindestens halbtags besetzt. Bar und Raucherlounge bieten tagsüber ein Angebot an adäquaten Erfrischungen, Mittagsgerichte werden nach Bedarf aus dem externen Restaurant angeliefert. Tagsüber stehen die Räume für (auch geschäftliche) Besprechungen zur Verfügung. Abends können sie nach Reservierung für Stammtische genutzt werden.

Mindestens einmal monatlich findet im Casino eine hochkarätige Vortragsveranstaltung statt, zu welcher Gäste (insbesondere Presse) eingeladen werden, um eine positive Außendarstellung zu erreichen und langfristig zu manifestieren. Für klassische Lobbying -Arbeit werden Bar und Bibliothek für Kamingespräche im kleinen Kreis genutzt.

6. Machbarkeit ist möglich

a) Mietpreis

Nimmt man den Platzbedarf mit ca. 175 qm für den gastronomischen Teilbereich (Bar/ Bibliothek) sowie weiteren ca. 75 qm für Geschäftsstelle und „private“ Räume (Cateringküche, Sanitär, Bad) an, wäre eine Gesamtfläche von ungefähr 250 qm zu suchen. Aktuell (April 2012) werden gewerblich nutzbare Räumlichkeiten in Berlin-Mitte für ca. 15,- Euro / qm (netto, kalt) angeboten. Das entspricht einer monatlichen Netto-Kalt- Miete von 3.750,- Euro. An Betriebskosten sind 5,- Euro / qm realistisch, also monatlich 1.250,- Euro. Die Gesamtmietbelastung beträgt demnach 5000,- Euro zuzüglich der bei gewerblicher Miete üblicherweise ausgewiesenen Umsatzsteuer.15

KSCV und VAC haben eine Gesamtstärke von ca. 14 000 Corpsstudenten. Selbst wenn die über 1.500 Aktiven und Inaktiven finanziell ohne Beitrag blieben, würde die Miete für das Kösener Casino weniger als 0,50 Euro monatlich (pro AH) betragen. Aus finanzieller Sicht gibt es deshalb kein Argument gegen die Anmietung von Räumen für ein Kösener Casino in Berlin. Ein Verband, welcher nicht 50 Cent pro Kopf an zusätzlichen Leistungen aufbringen kann, ist von vorneherein zum Sterben verurteilt.

b) Alternative Kauf

Läuft der Casinobetrieb, oder ist der Verband von vornherein mutig genug, wären die Räume für das Kösener Casino käuflich zu erwerben. In Berlin-Mitte liegen die Kaufpreise für Teileigentumsflächen derzeit beim 15- bis 17-fachen der Jahresmiete (netto, kalt). Bei einer Monatsmiete von 3.500,- Euro ergäbe dies eine Jahresmiete von 42.000,- Euro und bei einem Vervielfältiger von (im oberen Bereich) 17 einen Kaufpreis von 714.000,- Euro. Nimmt man an, dass Kaufpreis und Erwerbsnebenkosten von insgesamt ca. 800 000,- Euro (wie derzeit wieder möglich) ohne Eigenkapital zu 100% zu finanzieren wären, ergäbe sich bei 5% Zins und 1% Tilgung eine jährliche Belastung von 48.000,- Euro, entsprechend 4.000,- Euro monatlich. Wäre der Verband bereit, aus seinen liquiden Mitteln Eigenkapital zu stellen, ließe sich die monatliche Belastung auf weniger als die angenommene Miete reduzieren.

Die Variante Ankauf ließe sich sogar ohne den Einsatz zusätzlicher Mittel aus dem laufenden Haushalt bestreiten: Eigenkapital ist vorhanden. Zins und Tilgung in Höhe von 30.000,- Euro jährlich lassen sich durch Umschichtung darstellen. So beschließt der oAT seit Jahren stets wiederkehrend, aus der VAC- Kasse dem Verein Jugend aktiv e.V. 15 000,- Euro zu spenden. Jugend aktiv e.V. mag eine sinnvolle Einrichtung sein, ist aber kein Teil von KSCV oder VAC. Die zur Dauereinrichtung gewordene Alimentierung eines fremden Dritten ist zu beenden, die Mittel sind dann für das Kösener Casino frei. Hinzu kommt, dass mit dem Casino in Berlin die Geschäftsstelle in Bad Kösen wegfallen könnte (nicht: muss), die dortige Miete entfiele. Die fehlende Differenz zu Zins und Tilgung ließe sich ungefähr hälftig durch Verlagerung von Ver bandsveranstaltungen darstellen, die bislang in extern gemieteten Lokalitäten stattfinden, wie beispielsweise die AHSC-Tage. Der Rest wäre dem Etat für Werbung zu entnehmen, denn die Präsenz in der Hauptstadt — und dies als einziger Korporationsverband — wäre allemal werbeträchtiger als beispielsweise die in der Vergangenheit geschaltete Bildschirm- Werbung in den Erste-Klasse-Abteilen von Intercity-Zügen.

c) Personalkosten

Die für den Casino-Betrieb anfallenden Personalkosten lassen sich nach überschlägiger Rechnung aus Raummieten für Veranstaltungen und gastronomischen Leistungen erwirtschaften.

7. Fazit

Lassen wir uns nicht treiben, sondern seien wir proaktiv. Bekennen wir Farbe durch einen starken Auftritt mit einem Kösener Casino. Zeigen wir damit allen anderen Verbänden, dass die Corps vorangehen.

Jürgen Herrlein Austriae, Borussia-Poloniae, Masoviae, Silesiae-Breslau, Tiguriniae


  1. Hubert Knoblich, Bardengeschichte 1869-1969. Hundert Jahre Prager Universitäts-Sängerschaft Barden zu München, München 1973, S. 226; Trexler/Ludwigi Grund, Geschichte des Egerländer Landtags, in: Festschrift zur 100-Semesterfeier [der Studentenverbindung Egerländer Landtag], Prag 1932, S. 24.
  2. Rabl (1853-1917) war seit 1886 Professor für Anatomie in Prag und wechselte noch 1904 an die Universität Leipzig.
  3. Vgl. Andreas Bösche, Zwischen Kaiser Franz Joseph I. und Schönerer, Innsbruck 2008, S. 104 f.
  4. Ihm wurde 1904 das Band der Sängerschaft Barden Prag ehrenhalber verliehen (Knoblich, a. a. 0., S. 226).
  5. Vgl. dazu Sievers, Kein Kommers in einer Freien und Hansestadt Hamburg, in: CORPS-Magazin (= Deutsche Corpszeitung, 112. Jahrg.), 2010, Heft 1, S. 34 f
  6. Bspw. Leserbrief in: CORPS-Magazin (= Deutsche Corpszeitung, 112. Jahrg.), 2010, Heft 4, S. 35.
  7. Einer meiner Corpsbrüder wurde unlängst. als er als er im Rahmen eines Couleurbummels die örtliche Burschenschaft kennenlernen wollte, gebeten, von solchen Besuchen künftig Abstand zu nehmen, da er „offensichtIieh“ (was sich auf die Hautfarbe bezog) nicht Deutscher sei und man mit Ausländern nicht verkehren wolle.
  8. Jörg Hartmann, Die Krise und ihre Auswirkungen auf das Ge.sellschafts-, Steuer- und Insolvenzrecht. Alumni-Seminar am 6.11.2009, Osterberg Tübingen, in: NZG 2010, S. 211 ff. Zur ebenfalls erfolgreichen Veranstaltung 2010 vgl. Drevs/Geck, Juristische Fortbildung auf „corpsstudentisch“, in: CORPS -Magazin, 2011, Heft 1,S. 17f.
  9. Dazu Gollasch, Eine blaue Jacke fiir den Karzer der Georg-August-Universität, in: CORPS-Magazin, 2011, Heft 1, 5. 15 f.
  10. Sven Waskönig: Der Alltag der Berliner Verbindungsstudenten im Dritten Reich am Beispiel der Kösener Corps an der Friedrich-Wilhelms-Universität im Christoph Jahr (Hrg.): Die Berliner Universität in der NS-Zeit, Bd. 1, Stuttgart 2005, 5.169.
  11. Berliner Adreßbuch der Alten Corpsstudenten 1933, Berlin 1933, S. 215 ff.
  12. Diesbezügliche Anzeigen erschienen in der Deutschen Corps-Zeitung.
  13. Vgl. Protokoll über den Abgeordnetentag vom 30. September 1934, S. 5 f.
  14. Ob es Kösener Casino, Kösener Club, Corps Lounge oder sonstwie heißen soll, darüber mögen Marketingexperten entscheiden.
  15. Die Umsatzsteuer ist aber keine zusätzliche Belastung, weil sie bei Anmietung über eine Tochter-GmbH des VAC nur durchlaufender Posten wäre. Die USt bleibt deshalb im Folgenden außer Betracht.