Die Corpsstudenten und CDU-Bundestagsabgeordneter Karl A. Lamers (4.v.l.) mit Gastronomin Juliane Wasser (3.v.l.). Foto: bk

Die Corpsstudenten und CDU-Bundestagsabgeordneter Karl A. Lamers (4.v.l.) mit Gastronomin Juliane Wasser (3.v.l.). Foto: bk

Unter dem Kürzel „keke“ veröffentlichte eine Redakteurin / ein Redakteur der Rhein-Neckar-Zeitung am 22.04.2013 folgenden Artikel:

Weinheim. (keke) „150 Jahre Weinheimer Senioren Convent (WSC), das heißt eineinhalb Jahrhunderte erfolgreiche Jugendarbeit, das Transportieren von Gedanken und Werten sowie die Begeisterung junger Menschen für unsere Ideen“ – die Jubiläums-Vorfreude auf gleich drei demnächst anstehende Ereignisse war in der Rede von Dr. Christoph Esser beim traditionellen Burgfrühschoppen nicht zu überhören. Dort trafen das Weinheimer Senioren Convent (WSC) und der Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten (WVAC) mit Vertretern der Stadtverwaltung und der ortsansässigen Handwerker zusammen.

„In frischem Glanz und zukunftsweisend ausgerichtet“, wie es in der Festrede hieß, feiert neben dem WSC auch die Wachenburg als markantestes Wahrzeichen der Stadt im Mai ihren 100. Geburtstag. Mit Juliane Wasser durfte der Wachenburg-Beauftragte der Weinheimer Corpsstudenten den Frühschoppengästen gleichzeitig die neue Pächterin der mit Millionenaufwand renovierten „Studentenburg“ vorstellen und sie willkommen heißen.

„Wir haben große Ziele erreicht“, machte Esser deutlich. Mit dem Wachenburg-Geburtstag blicke man sowohl auf eine lange und tragfähige Geschichte als auch auf eine tiefe und gewachsene Freundschaft zwischen den Bürgern und „ihren“ Studenten zurück. In seinen Dank für die gelungene Renovierung bezog Esser neben dem Architektenduo Steffen und Thomas Seiferheld die Weinheimer Handwerker als „langjährige Vertraute, Mitstreiter und Partner der Burg“ ein. Ob Schreiner, Schlosser und Metallbauer, die „elektrische Fraktion“ oder die Heizungs- und Sanitärabteilung: „Je ein Zuruf genügte und alles wurde unkompliziert angepackt und fachgerecht erledigt“.

Die Frage, ob man Studium, engagiertes Corpsleben und eine gute berufliche Ausbildung erfolgreich miteinander verbinden könne, beantwortete Esser mit einem klaren „Ja!“. Den von den Corpsstudenten erhaltenen Vertrauensvorschuss nehme sie als Ansporn und Herausforderung an, versprach Juliane Wasser als neues „gastronomisches Burgfräulein“, die der Wachenburg mit Mut, Fantasie und einer kundenorientierten „Gastronomie mit Weitblick“ frisches Leben einhauchen will.

Ob Konzert oder Krimi-Dinner, Familienfeier, Hochzeitsmesse, Seminar, Tagung, die Einladung zum „Tango-Tanzkurs“ oder als Ausflugs-Zielort für Odenwald- und Bergstraßen-Wanderer: Mit dem gastronomischen Angebot werde sie gemeinsam mit ihrem Team und dem Servicepersonal alle gastronomischen Leistungspotenziale, welche die Burg bietet, ausschöpfen, versprach Wasser.

Als Verband schätze man sich glücklich, ein solch gutes Miteinander von Stadt und Studentencorps vorzufinden, lobte WSC-Vorortsprecher Tim Neff. Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten, die eine Ausstellung „150 Jahre Weinheimer Senioren Convent“ und „100 Jahre Wachenburg“ im Stadtmuseum (ab 9. Mai) ebenso beinhalten wie einen Gedenkgottesdienst in der Peterskirche mit anschließendem Festzug durch die Stadt und Ausklang im Schlosspark (am 11. Mai), dürfe sich Weinheim auf festliche Tage freuen.

Wie Neff zollte auch der WVAC-Vorsitzender Dr. Marcel Hattendorf dem Abschluss der Sanierungs- und Renovierungsarbeiten Respekt und Anerkennung. Das Bemerkenswerte dabei, so Hattendorf: Insgesamt 95 Prozent der Kosten in Höhe von rund einer Million Euro wurden durch Beiträge der Mitglieder finanziert.

Deutsche Studenten hätten schon immer Widerstand gegen Tyrannei und Diktatur geleistet, erinnerte Hattendorf an Ereignisse in der Vergangenheit, die mit dem Jubiläum in Zusammenhang stehen: „Eine Idee ist stets härter als das Material“. Und Hattendorfs Stellvertreter Frank Eversz schwärmte: „Die Wachenburg als Ausdruck eines Ideals strahlt und weist die Ideen der Corps ins 21. Jahrhundert“. Blumen gab es am Ende für Edi Seiferheld, Juliane Wasser und Renate Grünberg als „gute Feen“ der Wachenburg.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung