Am 10. Juli 2013 berichtete der Autor mit dem Kürzel „en“ über das Corps Baruthia Erlangen das Folgende in den Erlanger Nachrichten:

Erlangen – Das Corps Baruthia feiert von heute bis zum 14. Juli mit seinen Mitgliedern, deren Ehefrauen und Freunden sowie geladenen Gästen das 210. Bundesfest.

Das schöne Corpshaus der Baruthia in der Rathsberger Straße.

Das schöne Corpshaus der Baruthia in der Rathsberger Straße.

Dabei steht das schöne Corpshaus an der Rathsberger Straße 20 im Mittelpunkt des Geschehens, finden doch dort am Samstag Festakt und Festball statt.

Am 14. Juli 1803 erhielt die „Landsmannschaft der Bayreuther“ – die hinter der „Baruthia“ steckt – die „öffentliche Anerkennung“ durch die Versammlung der Chargierten der Studentenverbindungen. Erlangen war Landesuniversität des Markgrafentums Ansbach-Bayreuth. Dabei benahmen sich die Landeskinder zwischen Ansbach und Bayreuth wie „eifersüchtige Schwestern“, was letztendlich zur Gründung der „Baruthia“ führte. Zu diesen Vorgängen hat das im Jahre 2000 wieder aufgefundene Stammbuch des Stifters der Baruthia, Gottlieb Friedrich Ferdinand Keim, einige neue Erkenntnisse gebracht. Die Bayreuther wollten „Landsmannschaft“ sein. Bayreuther Landeskinder mussten in den ersten Jahren aufgenommen werden. Andere konnten aufgenommen werden. Als Wahlspruch wurde gewählt: „Amor, Amicitia, Adminiculum“ also Liebe, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung ein Leben lang.

Verbindung aufgelöst

Mitglieder Baruthias waren im öffentlichen Leben engagiert als Abgeordnete, Mitglieder des Diplomatischen Corps, Bürgermeister und bedeutende Männer der Wirtschaft. Das Prinzip der Toleranz und der absoluten Freiheit des Einzelnen im Corpsverband hatte sich bewährt. Die von Grund auf demokratische Struktur des Bundes aber waren den Nationalsozialisten und führten schließlich zur Auflösung der traditionell liberalen Studentenverbindungen im Jahre 1936. Das Corps wurde erst 1948 wieder eröffnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges diente es sogar amerikanischen Streitkräften als Club, danach nahm die Innere Mission das Haus in Besitz und machte es zu einem Studentenwohnheim. Als 1952 das Corpshaus zurückgegeben wurde, bestand seit vier Jahren wieder ein aktives Corps. Diesen Corpsbrüdern wurde 1952 das renovierte Haus „zu treuen Händen“ übergeben. Später wurde das etwas in die Jahre gekommene Haus saniert, und im Souterrain ein Wohnheim geschaffen. en Quelle: Erlanger Nachrichten