Am 19.06.2012 veröffentlichte der Autor Michael Heiser folgenden Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung:

Das Wasserrad läuft wieder. Doch am Radhaus muss weiter restauriert werden. Dafür gab es Spenden. (FOTO: TORSTEN BIEL)

Das Wasserrad läuft wieder. Doch am Radhaus muss weiter restauriert werden. Dafür gab es Spenden. (FOTO: TORSTEN BIEL)

BAD KÖSEN. Das Kunstgestänge in Bad Kösen bewegt sich wieder. Nach einer Teilreparatur durch das Dachdeckerunternehmen Fritzsche (Tageblatt / MZ berichtete) ist eine weitere Fehlerquelle beseitigt worden, die zuletzt eine Wiederinbetriebnahme der salinetechnischen Anlage verhindert hatte. War zunächst vermutet worden, dass ein zu niedriger Saalepegel dem Wasserrad keinen ausreichenden Schwung verleiht, stellte sich alsbald heraus, dass es durch in der Saale mitgeführtes Material blockiert worden war. „Das Unterwasser ist wieder frei“, sagte Thomas Budde, Geschäftsführer der Kurbetriebgesellschaft gestern. Allerdings werde sich der Betrieb auf die Wochenenden beschränken. Vor allem aus Sicherheitsgründen. Denn nach wie vor bedarf es einer umfangreicheren Restaurierung der Anlage. Vor allem müssten die Holzständer, auf denen das Radhaus teilweise steht, ersetzt werden. „Das Material dafür liegt bereit. Doch soll es eingebaut werden, bedarf es einer Trockenlegung des Saalearms“, so Budde. Er setzt deswegen auf eine Erneuerung der benachbarten Brücke samt Einbau eines Rechens. Auch sei eine „Dammschüttung“ denkbar, doch ersetze diese den auf Dauer notwendigen Rechen nicht.

Derweil gibt es finanzielle Unterstützung für die Restaurierung der Salinetechnik. Die kam vor allem durch eine Spende in Höhe von 1 100 Euro, die an der Weinmeile Beteiligte jetzt auf das Konto des Gradierwerkfördervereins überwiesen haben. Das Geld spendeten aus Stand-Einnahmen die Familien Glotze, Becker, Loeck, Burmeister und Müller, außerdem das Landesweingut Kloster Pforta. Auch der Verband Alter Corpsstudenten will die Restaurierung unterstützen und gab nach dem jüngsten Corpsstudenten-Treffen 500 Euro.

Es gibt noch eine weitere gute Nachricht. Die Kurbetriebsgesellschaft wird bald den Mittelturm des Gradierwerkes technisch so ausrüsten, dass dessen Sole-Berieslung teilweise wieder nach historischem Vorbild erfolgen kann (siehe „Gradierwerk“).

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung