Nanotechnologie für die Wasserreinigung

Quelle: Facebook

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Der Würzburger Wissenschaftler Dr. Karl Sebastian Mandel von der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Universität hat für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Wasser“ am 6. November 2014 im Rahmen einer Feierstunde in der Würzburger Residenz den Rektor-Max-Meyer-Preis erhalten, der in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen wurde, am 60. Todestag des Namensgebers. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro bekam er für seine Dissertation „Synthesis and Characterisation of Superparamagnetic Nanocomposite Particles for Water Purification and Resources Recovery“. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Nanotechnologie für die Wasserreinigung, wobei die magnetischen Eigenschaften von Teilchen in einer Größe von wenigen Millionstel Millimetern genutzt werden. Die Arbeit war bereits mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung und dem Zukunftspreis „Re-Water Braunschweig“ ausgezeichnet worden.

Betreut wurde diese Arbeit durch den Doktorvater Prof. Dr. Gerhard Sextl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC und Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Technologie der Materialsynthese an der Universität Würzburg.

Die Festrede hielt Prof. Dr. Jobst Böning, früherer Vizepräsident der Universität Würzburg, zum Thema „Das Verbindungsstudententum in der Universität“.

Grußworte sprachen:

  • Prof. Dr. Barbara Sponholz, Vize-Präsidentin der Universität Würzburg
  • Dr. Adolf Bauer, Bürgermeister der Stadt Würzburg
  • Alexander Hartung, Vorsitzender des Verbandes Alter Corpsstudenten (VAC) e.V., Lugano/Schweiz

In seiner Laudation stellte Prof Sextl heraus, das Dr. Karl Sebastian Mandel in einer experimentell wie auch theoretisch hervorragenden Dissertation neuartige Partikel mit superparamagnetischen Eigenschaften entwickelt habe, die in einem Magnetfeld magnetische Eigenschaften zeigten, diese aber sofort wieder verlören, wenn das Magnetfeld abgeschaltet werde. Dadurch sei es möglich, viele Arten von Schadstoffen, aber auch Wertstoffe, aus Abwässern zu separieren, um sie zu entsorgen oder wiederzuverwerten. Sextl: „Die Arbeiten von Herrn Dr. Mandel werden dazu beitragen, die Abtrennung von Wert- und Schadstoffen gleichermaßen aus Abwässern zu revolutionieren.“

Der Rektor-Max-Meyer-Preis ist im Jahre 2013 zum ersten Mal vergeben worden. Ab dem Jahre 2014 sollen mit diesem Preis alle zwei Jahre die Dissertationen junger Wissenschaftler an der Universität Würzburg ausgezeichnet werden. Dazu werden die Fakultäten der Universität aufgefordert, Dissertationen einzureichen. Das vorgegebene Thema „Wasser“ ist so allgemein gefasst, dass möglichst viele Fakultäten daran teilnehmen können.

Gestiftet wurde der Preis durch den AHSC Würzburg, den örtlichen Zusammenschluss der in Würzburg wohnenden Alten Herren studentischer Corps, und den sechs in Würzburg ansässigen aktiven Corps (Bavaria, Franconia, Makaria-Guestphalia, Moenania, Nassovia und Rhenania) sowie durch individuelle Spenden einzelner Corpsstudenten. Ziel des Preises ist es, durch Förderung der wissenschaftlichen Bearbeitung des Themas „Wasser“ einen Beitrag zur Erhaltung der menschlichen Lebensgrundlagen zu leisten.

Der Preis ist benannt nach dem jüdischen Medizin-Professor Max Meyer (Corps Suevia-Straßburg zu Marburg, Corps Bavaria Würzburg), der sofort nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aus dem Exil nach Würzburg zurückkehrte und sich in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren beim Aufbau von Stadt und Universität sowie beim Wiederaufleben der studentischen Corps große Verdienste erworben hatte. Von 1951 bis 1953 war er Rektor der Universität Würzburg, danach Prorektor. Im Jahre 1954 verstarb er an den Folgen eines Verkehrsunfalls und wurde unter großer Anteilnahme der Würzburger Bevölkerung und der Studentenschaft zu Grabe getragen.

Prof. Dr. Barbara Sponholz, Vizepräsidentin der Universität Würzburg, würdigte Max Meyer, der als „einer der bedeutenden Nachkriegsrektoren unserer Universität, dem unsere Alma Mater viel zu verdanken hat“, zu gelten habe.

Weitere Informationen zu Rektor Prof. Dr. Max Meyer.

Dem Komitee für die Preisvergabe gehörten an:

  • Bernhard Edler von Lapp, Corps Danubia Graz, Corps Nassovia Würzburg
  • Prof. Dr. Ulrich Ante, Corps Rheno-Guestphalia Münster
  • Prof. Dr. Jobst Böning, Corps Saxonia Jena, Corps Saxonia Bonn
  • Notar i.R. Jürgen Kirchner, Corps Makaria-Guestphalia Würzburg
  • Dr. Manfred Muhl, Corps Nassovia Würzburg

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch die jugendlichen Interpreten Roberta Verna (Violine), Richard Verna (Violoncello) und Felipe Senftinger (Klavier), die in Landes- und Bundes-Wettbewerben hohe und höchste Auszeichnungen erhalten haben. Das Trio rekrutiert sich aus dem Förderprogramm für musikalische Talente des „Studienzweigs MUSIK“ am Matthias-Grünewald-Gymnasium, Würzburg, unter der Leitung von Dr. Ulrich Stinzendörfer. Sie spielten verschiedene Stücke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Édouard Lalo und Johann Sebastian Bach.

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