Jan Kixmüller verfasste den Artikel „Corps sucht Gespräch mit dem AStA – Corps Masovia verwahrt sich gegen Vorwürfe“ für die Potsdamer Neue Nachrichten am 18.11.2005. Zu lesen war:

Nach dem Vorwurf des AStAs der Uni Potsdam, die in Potsdam ansässige Studentenverbindung Masovia habe bei zwei Gelegenheiten Rechtsextreme auf ihren Veranstaltungen geduldet (PNN berichteten), hat der Dachverband des Corps, der Kösener Senioren Convent Verband (KSCV) erneut Stellung bezogen. Demzufolge feierte das Corps Masovia am Samstag, den 18. Juni 2005 in den Festräumen des Logenhauses in der Kurfürstenstraße sein 175-jähriges Bestehen. Ob sich, wie später behauptet worden sei, rechtsgerichtete Jugendliche in einer Gaststätte im Erdgeschoss des gleichen Hauses aufgehalten hätten, entziehe sich der Kenntnis der Verbindung. „Fest steht, dass die Gaststätte mit den Festräumlichkeiten des Logenhauses nicht in Verbindung steht, und zu keiner Zeit rechtsgerichtete Jugendliche Gäste oder Teilnehmer der Festveranstaltung von Masovia waren“, heißt es in der Stellungnahme.

Ein zweiter Vorfall, der Masovia bekannt sei, betreffe eine Semesterparty des Corps am 22. Juli dieses Jahres im Corps-Haus in der Kurfürstenstraße 17. Die Feier sei durch aggressives Verhalten eines Besuchers gestört worden. Der Störer sei mit seinen Begleitern des Hauses verwiesen worden, worauf es auf der Straße zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit unbekannten Jugendlichen gekommen sei. Das Corps habe daraufhin die Polizei benachrichtigt, die Störer hätten Hausverbot erhalten. Die Studentenverbindung fordert den AStA nun auf, die von ihm vorgebrachten „verleumderische Vermutungen“ zurückzunehmen“ und den „Tatsachenbestand“ richtig zu stellen. Darüber hinaus bietet die Verbindung dem AStA an, in einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung miteinander ins Gespräch zu kommen. Vom AStA war indes zu erfahren, dass man an der Kritik an dem Corps festhalte.

Inzwischen hat sich auch die Universität positioniert, die auf einer Veranstaltung des Corps Anfang November ein Grußwort ausgerichtet hatte. Masovia ist demnach eine an der Universität Potsdam registrierte Vereinigung. Registrierte Vereinigungen laden Vertreter der Hochschule zu Veranstaltungen ein. Wie das Rektorat der Uni gegenüber den PNN erklärte, konnte im Zuge der Registrierung ausgeschlossen werden, dass der Zweck des Corps dem Auftrag und den Aufgaben der Hochschule entgegensteht. „Weiter gehende politische und ideologische Bewertungen und Erwägungen können bei der Anerkennung als Vereinigung für die Universität nicht ausschlaggebend sein, solange die Vereinigung nicht gegen die geltende Rechtsordnung verstößt“, heißt es vom Rektorat. Bezüglich des Corps Masovia gäbe es keinerlei Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Bezüge oder verfassungsfeindliche Aktivitäten.

Quelle: Potsdamer Neue Nachrichten