Im Magazin „Westfalium“ erschien folgender Artikel über das Botschaftergespräch mit I.E. der Botschafterin der Philippinen:

H.E. Maria Cleofe R. Natividad, Botschafterin der Philippinen beim Empfang im Friedenssaal und Eintrag in das Goldene Buch der Stadt nach der Begrüßung durch Frau Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson (SPD) und die Aktiven des Corps Rheno-Guestphalia.

H.E. Maria Cleofe R. Natividad, Botschafterin der Philippinen beim Empfang im Friedenssaal und Eintrag in das Goldene Buch der Stadt nach der Begrüßung durch Frau Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson (SPD) und die Aktiven des Corps Rheno-Guestphalia.

Westfalen – Eine profunde Übersicht zum Stand und den Perspektiven der wirtschaftlichen wie auch der kulturellen Zusammenarbeit gab die Botschafterin der Philippinen, I. E. Exzellenz Maria Cleofe R. Natividad, Botschafterin der Republik der Philippinen in Deutschland am 7. November den Angehörigen des Münste­raner Corps Rheno-Guestphalia und ihren Gästen aus Wirt­schaft, Verwaltung und den Hochschulen. Die Botschafterin knüpfte dabei an die seit nunmehr 60 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen zwischen den Philippinen und Deutschland an, die sich im Wechsel der politischen Rahmenbedingungen als durchaus robust und zukunftsfähig erwiesen haben.

Die Zusammenarbeit zwischen den Philippinen und ihrem größten EU-Handels­partner erstreckt sich zum einen auf die wirtschaftlichen Beziehungen mit einem bilateralen Handelsvolumen von derzeit rund vier Mrd. Euro und. Der weitere Ausbau mit dem fernöstlichen Handels­partner wird seit längerem durch die ungelöste “Fraport-Angelegen­heit (Airport Manila)”, belastet, hinter der die 2004 vollzogene Enteignung des Projektes durch den Inselstaat steht.

H.E. Maria Cleofe R. Natividad besuchte die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Münster, Frau Meike Friedrich, und den Synodalbeauftragten für Eine-Welt-Fragen, Pfarrer Martin Mustroph zusammen mit den Vertretern des Corps.

H.E. Maria Cleofe R. Natividad besuchte die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Münster, Frau Meike Friedrich, und den Synodalbeauftragten für Eine-Welt-Fragen, Pfarrer Martin Mustroph zusammen mit den Vertretern des Corps.

Dessen ungeachtet entwickelt sich die kulturelle Zusammenarbeit, so z. B. die Kooperation zwischen Hochschulen, Forschungsprojekte und der Wissenschaftleraustausch, kontinuierlich. Schwerpunkte der gemeinsamen Entwicklungspolitik werden heute im Umweltmanagement gesetzt, im Bereich der erneuerbaren Energien wie auch im Gesund­heitswesen und der Armutsbekämpfung, speziell in Mindanao (Region Caraga).Nach dem Vortrag folgte eine ebenso lebhaft wie offen geführte Diskussion geführt, der sich die Botschafterin unvorein­genommen stellte.

Mit dem achten Botschaftergespräch bei Rheno-Guestphalia erfährt nicht nur das Corps sondern auch die Stadt Münster, wie auch die Hochschulen und Institutionen wiederum besondere Aufmerksamkeit. Auf dem Programm der Botschafterin für ihren Aufenthalt in der Stadt des Westfälischen Friedens stehen neben dem Vortrag vor Angehörigen und geladenen Gästen des Corps ein Empfang durch die Stadt im Frie­denssaal, eine Begegnung mit der Superintendentin des Evange­li­schen Kirchenkreises Münster, ein Treffen mit der deutsch-philippinischen Jugendgruppe Barkadas und einer Projektgruppe des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums wie auch Besuche bei der Hochschule der Polizei ,w o sich die Botschafterin insbesondere über das deutsche Ausbildungssystem und die Weiterbildung von Polizeibeamten in Deutschland erkundigte und dies als mögliches Modell für die Philippinen bezeichnete.

“Mit den Botschaftergesprächen in Münster leisten wir einen soli­tä­ren Beitrag zum inter­natio­nalen Austausch und zur Diskussion in der Stadt des West­fälischen Friedens auf einer Top-Ebene und werben gleichzeitig für unser Münster in Berlin”, kommentiert Dirk Frot­scher (Direktor der Landesbank Berlin künftig als Sparkasse Berlin firmierend und Alter Herr bei den Rhein-Westfalen) die von ihm initiierte Reihe der Diplomaten­besuche beim Corps Rheno-Guestphalia und dankt in diesem Zusammenhang den beteiligten Organisationen für die vorbildliche Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Vorbereitung des Programms. Die inzwi­schen institutio­nalisierten Botschaftergespräche wurden vor sieben Semestern mit dem Besuch des Botschafters Israels gestar­tet, auf den die Vertre­ter der Republik Kosovo und Tanzanias sowie aus Afghanistan, Äthiopien, Lettland und Kuba folgten.

Jura-Student Lukas Vossen (19), Senior und damit Sprecher der aktiven Rhein-West­fa­len, auf die Frage nach dem Nutzen dieser Treffen für junge Menschen: “Die Bot­schaf­ter­gesprä­che spiegeln das in unserem Corps und dem Kösener Verband seit der Gründung gelebte Prinzip der Toleranz und der Weltoffenheit. Der Blick über die Grenzen eröffnet uns auf andere Kulturen und Menschen”.

Der Vorsitzende der Alten Herren des im übrigen einzigen studenti­schen Corps in Münster, Prof. Dr. Hermann Freter, sieht in den Botschafterbesuchen einen wichtigen Beitrag, der in die Stadt und ihre Wirtschaft, die Studenten­schaft und die Hochschulen in Münster nachhaltig hinein wirkt. Man strebe diese Öffnung und den breiten Dialog an, auch um bestehende Vorurteile gegenüber Corps abzubauen.

Neben den offiziellen Gesprächen konnte die Botschafterin bei einer kurzen Stadtbesichtigung auch die Schönheiten Münsters kennenlernen. Gewohnt hat sie übrigens, wie auch die anderen Botschafter, im Hotel FELDMANN An der Clemenskirche. Die Botschafter sind von der familiären Atmosphäre in diesem familiengeführten und traditionsreichen Hotel in Münster immer wieder begeistert und wir vom Corps unterstützen gleichzeitig den Mittelstand in Münster, so Dirk Frotscher.

Die Reihe der Münsteraner Botschaftergespräche wird am 22. Mai 2014 mit dem Botschafter der Republik Zypern, S.E Minas A. Hadjimichael, und dem Vortrag „Perspectives for Cyprus: Cyprus problem, economy, energy” fortgesetzt. Gäste sind herzlich willkommen.

Quelle: Westfalium