Der VAC berichtet auf seiner Facebook-Seite Folgendes:

Ehrung fuer Max Meyer

Ehrung für Max Meyer

Am Vorabend des 125. Geburtstages von Max Meyer (Corps Suevia-Straßburg zu Marburg, Corps Bavaria Würzburg) hat das Corps Bavaria Würzburg seinen Corpsbruder und früheren Rektor der Universität im Rahmen des traditionellen Bockbierdämmerschoppens geehrt. Altherrenvorsitzender Dr. Wolfgang Stegmann übergab dem Vorsitzenden des Vergabekomitees des Rektor-Max-Meyer-Preises, Bernhard Edler von Lapp (Corps Danubia Graz, Corps Nassovia Würzburg) 1.500 Euro zur Unterstützung der nächsten Preisverleihung.

Den zentralen Vortrag des Abends hielt Prof. Dr. Klaus-Peter Lesch (Corps Bavaria Würzburg), ordentlicher Professor für Molekulare Psychiatrie der Universität, zum Thema „Resilienz – Die Kraft zum Widerstand. Lässt sich psychische Widerstandskraft erwerben, um Stress besser zu bewältigen?“ Lesch zeigte unter anderem auf, dass Max Meyer als ein besonders stressresistenter Mensch zu sehen sei, der trotz vielfältiger Schicksalsschläge Großes zu leisten imstande war.

Max Meyer wurde im Ersten Weltkrieg als Chef einer Sanitätskompanie zweimal verwundet und wurde später außerordentlicher Professor für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Würzburg. Im Jahre 1933 wurde ihm von den Nationalsozialisten die Lehrerlaubnis entzogen, er musste ins Exil nach Ankara und Teheran. Im Exil starb seine erste Frau.

Trotzdem war Max Meyer bereit, so Lesch, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in das zerstörte Würzburg zurückzukehren und beim Aufbau von Stadt und Universität mitzuwirken. Er wurde ordentlicher Professor, Dekan, Rektor und Prorektor. Er heiratete ein zweites Mal und leistete einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Corps in Würzburg und in ganz Deutschland wiedererstehen konnten.

Lesch betonte, dass die Stressresistenz eines Menschen genetisch veranlagt sei. Es gebe aber auch so genannte epigenetische Faktoren, durch die diese Eigenschaft bei der Entwicklung im Mutterleib und in der Phase des Heranwachsens beeinflusst werde. Zusätzlich könne jeder Mensch aber durch sein Verhalten ebenso einen Beitrag dazu leisten, seine eigene Widerstandskraft gegen belastende Erlebnisse durch ein aktives, positives und soziales Leben zu stärken, wobei er ausdrücklich die Aktivität in einem Corps als Beispiel anführte.

Quelle: Facebook