„Farbe tragen heißt Farbe bekennen!“ – Plädoyer für ein corpsstudentisches Casino in Berlin

1. Historischer Hintergrund des Zitats

„Farbe tragen heißt Farbe bekennen!“ Diese Aufforderung erging am 12. März 19041 von Carl Rabl2, damals Rektor der Prager Universität, an die deutschen korporierten Studenten. Hintergrund waren die ständigen — auch körperlichen — Auseinandersetzungen zwischen deutschen und tschechischen Studenten. Besonders schlimm waren die Semestersonntage. Sonntags spätvormittags bummelten die deutschen Korporierten mit Band und Mütze über den Graben, die Prager Haupteinkaufsstraße und Flaniermeile. Weite Teile der tschechischen Bevölkerung empfanden dies als provokante Zurschaustellung deutsch-österreichischen Nationalismus. Im Frühjahr 1904 gab es fast allsonntäglich Beleidigungen, Steinwürfe aus dem Hinterhalt auf deutsche Studenten und Schlägereien; die Polizei musste regelmäßig einschreiten, um Schlimmeres zu verhindern. Als Deutsche überlegten, den Bummel einzustellen, ermunterte Rabl sie mit seinem zum geflügelten Wort gewordenen Ausruf zum Durchhalten3.

Details

Neugestaltung des Gedenkraums im Ratskeller | 40 Jahre Kösener Pfingsttagungen in Würzburg

Der Gedenkstein und die Wandmalerei, die an die 40jährige Präsenz der Kösener Corpsverbände von 1954 bis 1994 in Würzburg erinnern, sind im Zuge des Umbaus des Ratskellers erhalten und in die neue Kalterstube verlegt worden. Dies nahmen der Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV), der Verband Alter Corpsstudenten (VAC) und die Vereinigung der in Würzburg wohnenden Alten Herren…

Details