Donnernder Schoppensalamander

Am 5.11.2012 wurde von Herrn Karl-Hermann Leukert folgender Beitrag in der Berliner Zeitung veröffentlicht:

Berlin – Wer Studentenverbindung hört, denkt an an Pflichtmensur, Burschenschaften und vermeintlichen Rechtspopulismus. Dabei gibt es allein in Berlin rund 50 traditionelle Verbindungen. Die ältesten unter ihnen, die sogenannten Corps, haben sich jetzt getroffen.

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Corps in der Diskussion

Rechtsextreme Töne innerhalb der Burschenschaften beschädigen den Ruf anderer Verbindungen. Im Gastbeitrag [in der Thüringer Allgemeinen / Thüringen zum Sonntag] meint Landtagsdirektor a.D., Joachim Linck: In der Mehrzahl sind studentische Korporationen weltoffen

Rechtsextreme und nationalistische Töne innerhalb der Deutschen Burschenschaft begleiteten deren diesjährigen Verbandstag, den Burschentag, in Eisenach. Die Kritik in der deutschen Presse war nahezu einhellig − und das zurecht. Auch die Distanzierung der Corps fiel deutlich aus − das wünschte man sich in dieser Klar- und Entschiedenheit noch häufiger.

Zur Erinnerung: Dem Verbandstag lagen Anträge vor, nach denen nur Söhne von deutschstämmigen Eltern in die Mitgliedsverbände der Deutschen Burschenschaft aufgenommen werden sollten. Außerdem sollte eine Burschenschaft, die einen Studenten mit deutschem Pass aufgenommen hatte, der aber chinesische Eltern hat, aus der Deutschen Burschenschaft ausgeschlossen werden.

Zwar wurden beide Anträge aufgrund der öffentlichen Entrüstung nach einer langen,
heftigen Debatte auf dem Burschentag zurückgezogen. Der Skandal besteht aber doch schon darin, dass es die Anträge überhaupt geschafft haben, Beratungsgegenstand auf dem Burschentag zu werden.

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