Heute veröffentlichte der Journalist Dominik Reinle einen Artikel unter dem Titel „Burschen, Corps und alte Herren“ im Internetauftritt des WDR Westdeutschen Rundfunks, den wir auf die wesentlichen Aussagen hier veröffentlichen:

Wenn das Wintersemester am Montag (10.10.2011) losgeht, umwerben sie wieder Studienanfänger: Die Studentenverbindungen in NRW hoffen auf mehr Mitglieder. Obwohl Burschenschaften aus Bonn und Köln in diesem Sommer in die Schlagzeilen geraten sind.

Auch die sogenannten Corps – nach eigener Aussage der älteste Typ studentischer Verbindungen – distanzieren sich „von ethnischen Fragestellungen“. Der Unterschied zwischen Corps und Burschenschaften sei „wie Tag und Nacht“, sagt Corps-Pressesprecher Albrecht Fehlig: „Corps sind und bleiben weltoffen und tolerant.“ Auf Verbandsebene gebe es deshalb keine Zusammenarbeit mit Burschenschaften. Fehlig räumt aber ein, dass „auf örtlicher Ebene“ Kontakte vorhanden seien: „Es kommt vor, dass nach Einzelfallprüfungen Corpsstudenten und Burschenschafter zusammen fechten.“

Studentenverbindungen melden Zulauf

Die Corps sehen sich derzeit im Aufwind: „Wir haben im Juli 2011 fünf Prozent mehr studierende Mitglieder für das abgelaufene Studienjahr verzeichnet“, sagt Fehlig. „Dieser Zuwachs bestätigt unser rund 200 Jahre altes Konzept der lebenslangen Freundschaft.“ Fehlig erwartet, dass sich „dieser Trend der letzten Jahre“ auch im kommenden Wintersemester fortsetzt. In absoluten Zahlen nimmt sich der Zuwachs jedoch eher bescheiden aus. Nach Fehligs Angaben gibt es bei den 16 Corps in NRW – neben einigen tausend berufstätigen Akademikern, den sogenannten Alten Herren – rund 300 aktive Corpsstudenten. Die Zunahme von fünf Prozent entspricht also gerade mal 15 Neueintritten.

Quelle: WDR