Am 21.05.1979 veröffentlichte das Magazin Der Spiegel das ironische Gedicht des Corps Irminsul aus einem Handzettel:

Nach vieler Leute Meinung heute,
sind Corpsstudenten eine Meute,
die Wein und Bier aus vollen Humpen
sich in den fetten Wanst rein pumpen.

Wenn mittags sie mit Katerknochen
endlich aus dem Bett gekrochen
dann greifen sie zum nächsten Schoppen:
man sieht sie Doppelköpfe kloppen,
und lauthals Saufgesänge plärren
und auf Befehl der alten Herren
mit Stulpenstiefel, Hut und Degen
verstaubte Rituale pflegen,
um später dann durch Protektionen
in einem Aufsichtsrat zu thronen!

Sie hau’n sich Schwarten in die Schädel
und schwängern arme Bauernmädel,
worauf sie roh und rülpsend protzen
und sich den seidnen Schlips bekotzen!
Politisch sind sie braun wie Scheiße,
sie kümmert Oder nicht nach Neisse!
Sie fordern Riga und auch Posen
und sind der Erzfeind der Franzosen!
Die dritte Welt ist ihnen egal,
kurzum: Verbindung, ein Skandal!

Der Mensch, der dieses klar erkannt,
hat sich mit Grausen abgewandt!
Geht in zu den verquirlten Massen,
die in der Mensa Essen fassen,
die Leib an Leib im Hörsaal schlummern
als lebende Matrikelnurnmern
und wandelndes inkognito.

Da flattert plötzlich doch ein Wisch
vom Corps Irminsul auf den Tisch:
Man lädt ihn ein zu frohem Trunk,
der Mensch ist voll Erleichterung,
denn Essen, Trinken und nichts löhnen
muß selbst den ärgsten Tropf versöhnen!
„Da geh ich hin an einem Tag!“