Der AHSC-Vorstand Prof. Dr. Klaus Dudek, Armin Berninghaus und Jürgen Knecht mit Dr. med. Gabrielle von Schierstaedt

Der AHSC-Vorstand Prof. Dr. Klaus Dudek, Armin Berninghaus und Jürgen Knecht mit Dr. med. Gabrielle von Schierstaedt

„Wir haben allergrößten Respekt vor Ihrer Arbeit“. Prof. Dr. Klaus Dudek, Vorsitzender des AHSC (Alte-Herren-Senioren-Convent) zu Münster, dankte Dr. med. Gabrielle von Schierstaedt für ihren engagierten Vortrag. Die Leiterin der Malteser Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung berichtete jetzt vor den Mitgliedern des AHSC bereits zum zweiten Mal über dieses Angebot der Malteser für Menschen in medizinischen Notlagen. „Ich bin gerne wieder gekommen“, so Dr. von Schierstaedt, „schließlich gehören Sie mittlerweile zu unserem Unterstützer- und Freundeskreis“. Da die Vereinskasse der alten Corpsstudenten seit Jahren prall gefüllt ist, entschlossen sich die AHSC – Mitglieder vor zwei Jahren, lokale Projekte mit jährlich 1.000 Euro zu unterstützen. „Dass wir erneut ausgewählt wurden, freut uns sehr“.

Seit 2007 bieten Dr. von Schierstaedt und mittlerweile fünf weitere Ärztinnen immer dienstags diese Sprechstunde im Malteser-Zentrum am Daimlerweg an. 280 Patienten aus 36 Ländern, die in der Region leben, kamen im vergangenen Jahr. Aber auch viele Deutsche, die keine Krankenversicherung haben. „Das hätten wir nie gedacht“, so Prof. Dudek, „dass es Menschen gibt, die mitten unter uns ohne jegliche Absicherung leben“. Bundesweit bieten die Malteser in 14 Städten solche Sprechstunden an.

Bei den Maltesern, so Dr. von Schierstaedt, finden Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus und Menschen ohne Krankenversicherung einen Arzt, der die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder einer Schwangerschaft übernimmt. Da viele Patienten weder eine Praxis noch ein Krankenhaus aufsuchen wollen, helfen die Malteser unter Wahrung der Anonymität. Vernetzungen und Kooperationen mit Kirchen, Verbänden und Vereinen ermöglichen weitere Hilfe.

Seit der Gründung der ersten Sprechstunde 2001 in Berlin wurde mehr als 90.000 Menschen geholfen. 1.300 Kinder erblickten das Licht der Welt. „Hier in Münster hatten wir im vergangenen Jahr 28 Schwangere in unserer Sprechstunde, so viele wie nie“. Das Besondere der Malteser-Sprechstunden in Deutschland sei aber, unterstrich Dr. von Schierstaedt, dass sie sich ausschließlich aus Spenden finanzierten und keinerlei staatliche Zuschüsse erhielten. Die Mitglieder des AHSC zu Münster versprachen der engagierten Ärztin, diese ehrenamtliche medizinische Hilfe auch in Zukunft gerne zu begleiten und zu fördern.

Quelle: Malteser in Deutschland